Verbundvorhaben: Laserinduzierte Unterwasser Low-Order-Detonation zur effizienten Entschärfung von Kampfmitteln im Meer (UnLowDet); Teilvorhaben: Prozessentwicklung und -analyse zur laserinduzierten Low-Order-Detonation von Kampfmitteln unter Wasser

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Authors: Jan Leschke, Benjamin Emde, Jörg Hermsdorf
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Abstract

Das Verbundvorhaben „Laserinduzierte Unterwasser Low-Order-Detonation zur effizienten Entschärfung von Kampfmitteln im Meer - UnLowDet“ hatte zum Ziel ein effizientes Verfahren zur Entschärfung von Kampfmitteln unter Wasser bereitzustellen, das neben den Aspekten Sicherheit und Umweltschutz auch Potenzial zur Kostenersparnis bietet. Hierbei soll das Kampfmittel durch die Laserstrahlung zunächst gezielt geschwächt und anschließend eine Deflagration ausgelöst werden, die schließlich zum Aufbrechen des Kampfmittels führen soll. Im Teilvorhaben 03SX550B wurde in diesem Rahmen der Fokus auf die Prozessentwicklung und -analyse gelegt, die durch die Ermittlung der benötigten Parameter die Basis für den zu untersuchenden Entschärfungsprozess bildet. Der Laserstrahl dient hierbei als Werkzeug, um unter Wasser eine definierte Schwächung in die Kampfmittelhülle einzubringen. Dies geschieht durch Einkerben mit einer Kerbtiefe von 2/3 des Grundmaterials. In diesem Zuge wurden intensive Untersuchungen zum Kerben für die Wandstärken 4 und 10 mm durchgeführt und anhand von Wärmebildaufnahmen hinsichtlich der entstehenden Temperaturen an der Innenseite der Kampfmittel hin untersucht. Anschließend wurden die Parameter erfolgreich auf die vom Projektkonsortium definierten Materialstärken von 4 – 20 mm übertragen. Während sechs mehrwöchiger Demonstrationsversuche konnte die Machbarkeit des laserbasierten Low-Order-Entschärfungsprozesses an unterschiedlichen Probentypen mit 0,2 bis 2,25 kg Sprengladung validiert werden. Hierbei kam es bei 15 zur Verfügung stehenden Objekten zu 11 Low-Order-Umsetzungen, unbeabsichtigte High-Order-Umsetzungen sind im Projekt nicht aufgetreten. Durch Referenzproben die konventionell zur Detonation gebracht wurden, konnten vergleichende Hydrophonaufnahmen angefertigt werden. Diese ergaben, gemessen in ca. 300 m Entfernung, eine Reduzierung des Schallbelastungspegels um 15 dB re µPa²s beim Einsatz von 2,25 kg Objekten.

Fields of Study & Subjects

Laser Material Processing Techniques Energetic Materials and Combustion Military Technology and Strategies

Publication details

Journal / source
RENATE
Publication date
2 March 2026
Language
DE