The influence of palmitoylation on protein interaction: Investigating monoamine neurotransmitter transporters with molecular dynamics simulations
Abstract
Monoamin Neurotransmitter Transporter (MATs) prägen die synaptische Signalübertragung, indem sie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin aus dem extrazellulären Raum entfernen. Palmitoylierung kann die MAT-Funktion modulieren, unter anderem durch eine erhöhte Transportkapazität des Dopamintransporters (DAT). Zudem wurden MATs als Dimere und Oligomere beschrieben. Ein möglicher Zusammenhang ergibt sich daraus, dass die Haupt-Palmitoylierungsstelle des DAT in unmittelbarer Nähe von TM12 liegt, einer Transmembranhelix, die wiederholt als Bestandteil von MAT-Dimerinterfaces beschrieben wurde. Diese Arbeit untersucht, ob Palmitoylierung die Dimerisierung und Interface-Präferenzen des Noradrenalintransporters (NET) und des DAT verändert und wie die Membranzusammensetzung diese Effekte beeinflusst. Dazu wurden coarse-grained Molecular Dynamics MARTINI3 Simulationen von palmitoylierten und nicht-palmitoylierten NET- und DAT-Dimeren durchgeführt, ausgehend von einer durch Kryoelektronenmikroskopie (cryo-EM) entdeckten NET-Dimergeometrie in mehreren Membranmodellen. Die Dimerstabilität und Interfaces wurden mittels RMSD, 2DAufenthaltsdichtekarten, Analyse von Helix-Helix-Kontakten transmembraner Segmente sowie Lipidkontakt-Statistiken in der Nähe der Palmitoylierungsregion quantifiziert.Die cryo-EM-abgeleitete Dimeranordnung war nach Aufhebung der Restraints in allen Membranmodellen instabil, was darauf hinweist, dass diese Geometrie im vorliegenden coarse-grained Setup nicht begünstigt ist. Stattdessen bildeten sich reproduzierbar alternative metastabile Dimere, deren Interfaces durch die Scaffold-Domänen-Helices und insbesondere TM12 gebildet wurden. Palmitoylierung stabilisierte die Dimere nicht generell, verschob jedoch die Verteilung der Interface-Populationen. TM12-beteiligte Interfaces nahmen bei NET zu und wurden über Replikate hinweg häufig reproduzierbarer, während DAT nach Palmitoylierung gegenteilige TM12-assoziierte Trends und eine erhöhte Variabilität zeigte. Insgesamt stützen die Ergebnisse die Auffassung, dass die MAT-Dimerisierung ein Ensemble membranabhängiger Interface-Zustände darstellt, welche durch Palmitoylierung umgeformt werden kann, anstatt in einer einzelnen, stabilen Dimergeometrie vorzuliegen.
Fields of Study & Subjects
Protein Structure and Dynamics
Lipid Membrane Structure and Behavior
Receptor Mechanisms and Signaling
Publication details
- Journal / source
- reposiTUm (TU Wien)
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- EN
- Document type
- Thesis