Die Quer-Comics. Die 1980er und ihre Ideale

Read full text
Authors: Heike Elisabeth Jüngst
Cited by: 0

Abstract

In den frühen 1980ern erschien in der Reihe rotfuchs im Rowohlt Verlag die Serie Quer-Comics. Diese Bezeichnung ist zum einen wörtlich zu verstehen: Die Comics haben Querformat und werden von unten nach oben aufgeklappt. Zum anderen wollen sie zu einem Denken quer zum Standard anregen. Die Themen der Comics sind Sklaven (1983), Moneymaker (1984) und Rüstung. Vom Anfang der Welt zu ihrem möglichen Ende (1984). Alle Bände führen anhand des Themas durch die Zeiten und fordern die Leser dazu auf, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Anders als die anderen beiden Quer-Comics hat Rüstung eine Rahmenhandlung mit zwei Protagonist*innen aus dem Jahr 1984, die eine Zeitreise unternehmen. So ergibt sich ein ständiger, geschichtlich gebundener Blick aus der Entstehungszeit des Comics auf die historischen Ereignisse. Die Darstellung der Protagonist*innen und ihrer Handlungen bzw. ihrer Reflexion der Geschichte wirft wiederum ein interessantes Licht auf die 1980er Jahre. Dazu kommt eine nie in Frage gestellte politische Ausrichtung. Im nachfolgenden Beitrag werden die Quer-Comics in das Verlagsprogramm (2) wie in die damalige Erscheinung der politischen Sachcomics (3) eingeordnet. Auf die Vorstellung der Autoren und der Zielgruppen (4) folgt eine Analyse der Struktur sowie der dargestellten Figuren mit der damit zusammenhängenden didaktischen Ausrichtung (5). (DIPF/Orig.)

Fields of Study & Subjects

Comics and Graphic Narratives German Literature and Culture Studies Themes in Literature Analysis

Publication details

Journal / source
Verlag Julius Klinkhardt eBooks
Pages
80–96
Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Book chapter