Haftung für Sorgfaltspflichten in Lieferketten: Analyse nach Schweizer Recht und EU-Recht

Read full text
Authors: Agata Strzelbicka
Cited by: 0

Abstract

Welche Sanktionen sichern menschen- und umweltrechtliche Sorgfaltspflichten entlang globaler Lieferketten am wirksamsten im europäischen und im schweizerischen Recht? Die Autorin legt dar, dass zivilrechtliche Sanktionen in Form von Schadenersatzpflichten nicht nur deutlich effektiver sind, weil sie regulierte Unternehmen dazu motivieren, Massnahmen zur Schadensvermeidung zu ergreifen, sondern – entgegen dem ersten Anschein – auch unternehmensfreundlicher sind, da sie den Unternehmen die Wahl der Mittel überlassen, mit denen sie Schäden vermeiden wollen. Zugleich gehen sie mit einem wesentlich geringeren Regulierungsgrad einher. Demgegenüber sind verwaltungsrechtliche Sanktionen, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft als unternehmensfreundlicher gelten, mit einem erheblich höheren Regulierungs- bzw. Bürokratieaufwand verbunden und erfordern zudem einen ausgebauten staatlichen Apparat, der nicht nur für die Normsetzung, sondern auch für deren Durchsetzung zuständig ist.

Fields of Study & Subjects

Corporate Law and Human Rights Comparative International Legal Studies Global trade sustainability and social impact

Publication details

Publication date
9 January 2026
Document type
Book