Integrating Climate Risks and Nonlinear Dependencies into Solvency Assessment for Non-Life Insurers
Abstract
Das Verständnis der kombinierten Auswirkungen physischer und transitorischer Klimarisiken auf Schaden-/Unfallversicherer ist entscheidend für deren Finanzstabilität, da sie von beiden Risikotypen erheblich betroffen sind. Diese Studie untersucht, wie Klimarisiken die Solvenzanforderungen von Schaden-/Unfallversicherern beeinflussen. Physische und transitorische Risiken sowie deren Abhängigkeiten werden mithilfe von Copulas mit Tail-Dependence modelliert. Im Mittelpunkt steht nicht der direkte Einfluss auf die Solvabilitätskapitalanforderungen, sondern auf sogenannte Solvenzlinien, die Mindestanforderungen an Risiko-Rendite-Profile für braune, grüne und andere Anlagetypen beschreiben. Da Kapitalanlagen kurzfristiger als Reaktion auf Klimaschocks angepasst werden können als Verbindlichkeiten, stehen sie im Fokus solvenzorientierter Steuerungsmaßnahmen. Die Analyse verschiedener Klimaszenarien zeigt deren Auswirkungen auf zulässige Anlageportfolios von Versicherern. Je nach Portfoliozusammensetzung und Abhängigkeitsstruktur könnten zusätzliche jährliche Renditen von etwa 6 % auf Jahressicht bzw. 3,2 % über einen Zehnjahreszeitraum erforderlich sein.
Fields of Study & Subjects
Insurance and Financial Risk Management
Sustainable Finance and Green Bonds
Probability and Risk Models
Publication details
- Journal / source
- Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft
- Volume
- 115
- Issue
- 1
- Pages
- 151–175
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE