Ein Rückert-Kanon als Keimzelle zu Schumanns Klavierkonzert Op. 54
Abstract
Am 4. Mai 1841 vermerkt Robert Schumann in seinem Haushaltbuch: „Eine Phantasie angefangen (m.[it] Orch.[ester]). 1 Im Laufe des Monats wird diese „Clavierphantasie mit Orchester” 2 vollständig ausgearbeitet, am 13. August erklingt sie in einer nichtöf-fentlichen Probe im Leipziger Gewandhaus. Nach einer Umarbeitung erweitert Schumann sie vier Jahre später um zwei Sätze zu seinem Klavierkonzert Op. 54. Wurde verschiedentlich versucht, aus Revisionsspuren im Partiturautograph des Klavierkon-zerts (seit 1989 im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf) 3 auf eine „Frühfassung” dieser ursprünglichen Phantasie-V ersion des ersten Satzes aus dem Jahr 1841 rückzu-schliefien, 4 so zeigt Bernhard R. Appel in seiner jüngst erschienenen kritischen Edition im Rahmen der Neuen Schurnann-Gesamtausgabe , dass dieses Manuskript erst 1845 notiert wurde und deshalb „die Phantasie aus der heute, bisher einzig überlieferten Werkhandschrift […] nicht rekonstruierbar ist.” 5
Fields of Study & Subjects
Musicology and Musical Analysis
Literature
Musicology
and Cultural Analysis
German Literature and Culture Studies
Publication details
- Journal / source
- Routledge eBooks
- Pages
- 45–49
- Publication date
- 20 February 2026
- Language
- EN
- Document type
- Book chapter