Zeitschichten und Pluritemporalität in der Geschichtskultur

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Authors: Andreas Michael Vincent Putz
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Abstract

Welche Auswirkungen hat es, Geschichte in »Zeitschichten« wahrzunehmen, zu lokalisieren und darzustellen? Die Zeitschichten-Metapher Reinhart Kosellecks hat nicht nur im Feld der Geschichtstheorie vielfältige Inspirationen für die Bestimmung des Verhältnisses von Zeit, Raum und Geschichte geliefert. Auch in der Erinnerungskultur seit den 2000er Jahren ist sie immer wieder praktisch aufgegriffen worden: Archäologische Fenster in Innenstädten und Gedenkstätten lassen den Blick in die Vergangenheit zu, Archäologie verwandelt die jüngste Zeitgeschichte in einen Ausgrabungsort und verortet Erinnerungen und Ereignisse in tieferliegenden, verschütteten Schichten. Die Denkmalpflege präpariert Zeitschichten heraus, um Bau- und Nutzungsphasen sichtbar zu machen. Museen ebenso wie Städte, Landschaften und Erinnerungsorte werden als pluritemporale Gefüge begriffen, in denen anhand verschiedener Zeitschichten unterschiedliche Epochen und politische Regime abgelesen werden. Aus dem Inhalt: Ulrike Jureit: Erfahrungsschichten? Überlegungen zu einem metaphorischen Missverständnis. Christoph Bernhardt: Sedimente der Stadt. Eine transdisziplinäre Erkundung. Jutta Helbig: Naturgeschichte ohne Dramaturgie: Museum für Naturkunde Berlin.

Fields of Study & Subjects

Memory History Trauma Identity German History and Society Libraries and Information Services

Publication details

Journal / source
Wallstein Verlag eBooks
Publication date
6 January 2026
Language
DE
Document type
Book