Vom Biomarker zur Therapie: „Stroma AReactive Invasion Front Areas” Neuer Prognosemarker und potenzielles therapeutisches Ziel

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Authors: Bianca Grosser, Bruno Märkl
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Abstract

Die Morphologie am Invasionsrand eines Tumors liefert entscheidende Hinweise auf seine biologische Aggressivität. Mit den „Stroma AReactive Invasion Front Areas“ (SARIFA) wurde in den vergangenen Jahren ein neuer histomorphologischer Biomarker etabliert, der durch den direkten Kontakt von Tumorzellen und Adipozyten ohne begleitende Stromareaktion definiert ist [1, 2]. Wir sehen in der täglichen Routinediagnostik, dass dieses Muster erstaunlich leicht zu erkennen ist – oft genügt ein Blick am Mikroskop. Mehrere Studien konnten zeigen, dass das Vorliegen von SARIFA mit einem signifikant schlechteren Überleben assoziiert ist – unabhängig von etablierten Parametern wie Tumorstadium, Tumor-Budding oder molekularen Markern [1,3–8]. Für die Pathologie besonders attraktiv ist die Einfachheit: kein zusätzliches Testverfahren, keine Spezialfärbung – und dennoch ein Marker mit hoher prognostischer Aussagekraft. Biologisch spiegeln SARIFA eine enge Interaktion zwischen Tumorzellen und Adipozyten wider, die mit einem veränderten Lipidstoffwechsel und einer modifizierten Immunantwort einhergeht [1, 7, 9, 10]. Damit verbindet SARIFA die Einfachheit einer rein histologischen Bestimmung mit hoher prognostischer Aussagekraft und eröffnet zugleich neue Perspektiven für personalisierte Therapien.

Fields of Study & Subjects

Breast Cancer Treatment Studies Cancer Lipids and Metabolism Cancer Cells and Metastasis

Publication details

Journal / source
Trillium Krebsmedizin
Pages
46–46
Publication date
16 February 2026
Language
DE