Befreiungsethik interkulturell und dekolonial – Enrique Dussel und Emmanuel Levinas im Gespräch

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Authors: Ulrike Sallandt
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Abstract

„Wenn wir uns der Realität als Exteriorität zuwenden und die Exteriorität, die wir erforschen, eine neue historische Realität ist, dann kann die Philosophie, die von dieser Tatsache ausgeht, wenn sie authentisch ist, gleichermaßen nicht weniger neu sein“. – E. Dussel, Philosophie der Befreiung, 1989 (org. 1977), S. 54. Eine gemeinsame Betrachtung von Emmanuel Levinas und Enrique Dussel ermöglicht es, europäische philosophische Ansätze im dekolonialen Diskurs Lateinamerikas kritisch wahrzunehmen, zu analysieren und zu interpretieren. Auf der Grundlage einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Begriff der Exteriorität soll nach den Konsequenzen einer geopolitischen Erweiterung dieser Kategorie gefragt werden. Inwiefern ermöglicht die Befreiungsethik, Ethik nicht nur als Imperativ zu postulieren, sondern sie als unausweichliche Verantwortung des Menschseins an sich zu begründen? Dieser Frage soll im vorliegenden Beitrag nachgegangen werden, räumlich-situativ angebunden an komplexe Lebenswirklichkeiten, die mehr denn je einem kontinuierlichen Wandel unterliegen. Ziel ist es nicht, ein ethisches Programm zu entwerfen oder den Leser:innen konkrete Handlungsanweisungen an die Hand zu geben. Vielmehr geht es darum, einen Beitrag zu einer grundsätzlich ambiguitätssensiblen Haltung der Verantwortung inmitten von und in Beziehung zu Alteritätsphänomenen zu leisten. Keywords: Emmanuel Levinas, Enrique Dussel, Exteriorität, Befreiung/Befreiungsethik, Dekolonisierung, Verantwortung.

Fields of Study & Subjects

Latin American Cultural Politics Philosophy Ethics and Existentialism Decolonial Thought and Epistemologies

Publication details

Journal / source
DOAJ (DOAJ: Directory of Open Access Journals)
Publication date
10 February 2026
Language
DE