Gedanken in Worte fassen
Abstract
Dieser Forschungsartikel befasst sich mit dem Schreiben in der Philosophie, oder genauer gesagt mit dem dafür erforderlichen Maß an Kreativität. Seit ihren antiken Anfängen baut die Philosophie als Disziplin nämlich stark auf Textualität. Doch die Manier, in der philosophische Texte verfasst werden, hat sich von der Antike bis heute immer wieder stark verändert. Diese Arbeit analysiert nun die aktuellen philosophischen Schreibpraxen und verfolgt die Frage: Welche Rolle spielen kreative und literarische Schreibmethoden im Schreibprozess von gegenwärtigen Philosoph*innen an der Universität Wien? Um diese Frage zu beantworten, wird zunächst ein Blick auf die Textualität in der Philosophiegeschichte geworfen. Danach wird sich anhand von aktuellen Handbüchern über das wissenschaftliche Schreiben in der Philosophie theoretisch an die gegenwärtige, philosophische Schreibpraxis angenähert. Im Anschluss daran wurden Interviews mit Philosoph*innen der entsprechenden Fakultät der Universität Wien durchgeführt. Grundsätzlich ließ sich im Rahmen der Befragungen erkennen, dass jeder Schreibprozess bis zu einem gewissen Grad kreativ abläuft. Sei es im Rahmen der Ideenfindung, der eigentlichen Textproduktion oder im Endprodukt selbst. Wie und wann Kreativität konkret eine Rolle spielt unterschied sich teilweise stark von Interviewpartner*in zu Interviewpartner*in.
Fields of Study & Subjects
Academic Writing and Publishing
Philosophy and Literary Analysis
Artistic and Creative Research
Publication details
- Journal / source
- Univie PZLE OJS Repository
- Publication date
- 29 January 2026
- Language
- DE