Die Dialogwand: Kinderperspektiven rekonstruktiv auswerten und für Qualitätsentwicklung nutzbar machen

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Authors: Ola Aleksandra Bielesza, Robert Friedrich
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Abstract

Die Dialogwand ist eine interperspektivische Methode zur systematischen Einbindung von Kinderperspektiven in Qualitätsentwicklungsprozesse von Kindertageseinrichtungen. Auf der Grundlage von Kindheitsforschung, dokumentationsbasierter Pädagogik und rekonstruktiver Sozialforschung verbindet sie multimethodische Erhebung, interpretative Auswertung und dialogische Rückspiegelung in einem iterativen Verfahren. Kinder, pädagogische Fachkräfte und Familien treten dabei in einen strukturierten Austausch, in dem Deutungen von pädagogischen Situationen sichtbar gemacht, überprüft und weiterentwickelt werden. Die Methode greift den Mosaic Approach auf und integriert ihn mit rekonstruktiver Auswertungslogik, sodass sowohl explizite Bewertungen als auch implizite Orientierungen von Kindern berücksichtigt werden. Im Unterschied zu standardisierten Evaluationsverfahren zielt die Dialogwand nicht auf objektive Kennzahlen, sondern auf die Entwicklung reflexiver Professionalität in Teams. Der Beitrag verortet die Methode theoretisch, beschreibt ihre methodologischen Prinzipien und diskutiert Potenziale und Grenzen für partizipative Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung.

Fields of Study & Subjects

Children's Rights and Participation Early Childhood Education and Development Educational Assessment and Improvement

Publication details

Journal / source
Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
Publication date
10 January 2026
Language
DE