Die Dialogwand: Kinderperspektiven rekonstruktiv auswerten und für Qualitätsentwicklung nutzbar machen
Abstract
Die Dialogwand ist eine interperspektivische Methode zur systematischen Einbindung von Kinderperspektiven in Qualitätsentwicklungsprozesse von Kindertageseinrichtungen. Auf der Grundlage von Kindheitsforschung, dokumentationsbasierter Pädagogik und rekonstruktiver Sozialforschung verbindet sie multimethodische Erhebung, interpretative Auswertung und dialogische Rückspiegelung in einem iterativen Verfahren. Kinder, pädagogische Fachkräfte und Familien treten dabei in einen strukturierten Austausch, in dem Deutungen von pädagogischen Situationen sichtbar gemacht, überprüft und weiterentwickelt werden. Die Methode greift den Mosaic Approach auf und integriert ihn mit rekonstruktiver Auswertungslogik, sodass sowohl explizite Bewertungen als auch implizite Orientierungen von Kindern berücksichtigt werden. Im Unterschied zu standardisierten Evaluationsverfahren zielt die Dialogwand nicht auf objektive Kennzahlen, sondern auf die Entwicklung reflexiver Professionalität in Teams. Der Beitrag verortet die Methode theoretisch, beschreibt ihre methodologischen Prinzipien und diskutiert Potenziale und Grenzen für partizipative Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung.
Fields of Study & Subjects
Children's Rights and Participation
Early Childhood Education and Development
Educational Assessment and Improvement
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 10 January 2026
- Language
- DE