Das kognitive Subjekt und die Methodik der Vernunft
Abstract
Der Graben zwischen den neuro-physiologischen Prozessen und den psychisch-kognitiven Funktionen ist überwunden, wenn die inhaltlichen Reflexionen auf zugrundeliegende Regelkreise und Regulationsfunktionen begründet werden - ohne dass jene aus diesen logisch ableitbar sind; und ohne die sprachlichen Kategorien immer schon vorauszusetzen, die als kategoriale Handlungen auf limbisch-affektiven Unterscheidungen basieren. Diese primären psychisch-kognitiven Funktionen bleiben in den sprachlichen Argumentationen unbeachtet bzw. man argumentiert innersprachlich-ontologisch - was entsprechend auch für die mathematischen Bestimmungen und quantitativen Berechnungen gilt, die einer empirischen Überprüfung und Bestätigung bedürfen. Auf den Ebenen der Regelkreise und komplexer Wechselbeziehungen zwischen selbstregulativen Systemen besteht eine solche Logik und Eindeutigkeit nicht. Diese Prozesse resp. Entwicklungen sind nicht determinierbar, sind ergebnisoffen und erst in der Folge zeigt sich, was sich als brauchbar und funktional erweist. Die argumentative Logik bezieht sich auf sekundäre Rationalisierungen und Rechtfertigungen für zuvor getroffene Unterscheidungen und Entscheidungen, die nun aber nicht zur Diskussion stehen.
Fields of Study & Subjects
Philosophy and Theoretical Science
Cognitive Science and Education Research
Embodied and Extended Cognition
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 12 January 2026
- Document type
- Book