Kein Backend, kein Problem! Wie bringen wir Inhalte lange ins Netz?

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Authors: Peter Daengeli, Sebastian Flick
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Abstract

Die Resultate geisteswissenschaftlicher Forschung, aber auch die zu ihrer Erarbeitung wichtigen Arbeitsmittel und Werkzeuge erscheinen heute nicht mehr vorrangig in Buchform. Stattdessen werden vielgestaltige digitale Ressourcen entwickelt und veröffentlicht, deren Stabilität nicht per se gegeben ist. Akzentuiert wird die Problematik zumeist durch projektgebundene Finanzierung und den damit einhergehenden Ressourcendruck jenseits der jeweiligen Laufzeit. Als forschungsnahe Supporteinheit einer Universität (Data Science Lab der Universität Bern, DSL) sind wir mit den Herausforderungen der langfristigen Bereitstellung und Pflege solcher Publikationen regelmäßig direkt konfrontiert. Der Vortrag beleuchtet unsere primäre Herangehensweise anhand einer digitalen Edition. Da sie dem jeweiligen Gegenstand möglichst gut gerecht werden soll, ist diese Publikationsform in der Regel zugleich hochspezifisch und relativ komplex. Neben adäquater Präsentation der zu edierenden Materialien umfasst sie oftmals maßgeschneiderte Such- und Filterfunktionalitäten, mehrstufige Adressierungssysteme und Austauschschnittstellen (APIs).Unter dem Leitmotiv „Kein Backend, kein Problem!“ und anhand der neuen digitalen Berner Parzival-Edition präsentieren wir einen Ansatz, mit dem eine vollständig statische Website entsteht, ohne auf zentrale Funktionen moderner Webanwendungen zu verzichten. Klassische Server-Aufgaben werden konsequent in Preprocessing-Pipelines, in den Build-Prozess und auf den Client verlagert: Die komplexe TEI-Publisher-Anwendung (inklusive nativer XML-Datenbank eXist) wird nur kurzzeitig in Betrieb genommen, als Grundlage für die Generierung benötigter Outputs. Diese werden während des Builds erzeugt und als statische Assets ausgeliefert. Die Suche läuft vollständig im Browser. Der Build wird automatisiert über GitHub Actions; die Webanwendung basiert auf Svelte und SvelteKit. Wo Server-Komponenten nötig bleiben – etwa für hochaufgelöste Faksimiles – greifen wir auf projektübergreifende Services wie den IIIF-Dienst der Universitätsbibliothek zurück. Der Weg zu dieser Architektur war geprägt von technischen, konzeptionellen und organisatorischen Roadblocks. Wir diskutieren diese Herausforderungen, unsere Lösungsstrategien und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für nachhaltige digitale Editionen in den Digital Humanities.

Fields of Study & Subjects

Digital Humanities and Scholarship Publishing and Scholarly Communication Cultural Insights and Digital Impacts

Publication details

Journal / source
Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
Publication date
12 January 2026
Language
DE