Auf dem Weg zu einer diskriminierungssensiblen Metadatenpraxis. Erfahrungen aus einem Handbuchprojekt zur ethischen Auszeichnung historischer Quellen und Forschungsdaten
Abstract
Die Präsentation stellt konzeptionelle und praktische Überlegungen zur Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Metadatenpraxis vor. Ausgehend von einem Handbuchprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts Stadt.Geschichte.Basel diskutieren die Folien Herausforderungen bei der Publikation sensibler historischer Quellen im Netz, fehlende Standards und notwendige Best-Practices (2023), theoretische Rahmung (Content Notes, Positionalität), konkrete Arbeitsprozesse der Quellenauswahl, Annotation, Kontextualisierung und Bereitstellung, Überarbeitungszyklus des Handbuchs (Version 2.0) mit Fokus auf kuratorische Workflows und kritische Datenpraktiken. Kontext: Input im Workshop "Relativieren oder limitieren? Zum Umgang mit Dark Heritage in Sammlungen und Archiven" (SLUB – Open Science Lab, Dresden, 29.–30. Januar 2026). Content Note: Rassistische Begriffe sind gewaltvolle Darstellungen; ihre Reproduktion kann Betroffene retraumatisieren und Diskriminierung verstärken. Umgang: Beschränkung auf ein Minimum und kontextualisierte Einordnung. Positionalität: Wir schreiben aus der Perspektive zweier weisser cis Personen, sozialisiert und institutionell verankert in der Schweiz; dies prägt analytische Zugänge und mögliche blinde Flecken.
Fields of Study & Subjects
Digital Humanities and Scholarship
Digital and Traditional Archives Management
Research Data Management Practices
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 29 January 2026
- Language
- DE