Quantenmonaden IX – Monadologie 2.0: Leibniz neu gelesen
Abstract
Abstract (Deutsch) Dieser Band rekonstruiert die Monadologie von Gottfried Wilhelm Leibniz als Perspektiventheorie. Monaden werden nicht als Substanzen, sondern als formale Zustandsrepräsentationen gelesen: als strukturierte Beschreibungen der Welt aus jeweils eigener Sicht. Perzeption erscheint dabei als Antwortdisposition eines Systems, Appetitus als seine Dynamik, und die prästabilierte Harmonie als Kopplungs- und Konsistenzbedingung zwischen Perspektiven. Auf dieser Grundlage wird die Welt nicht als Objekt, sondern als Ensemble verschränkter Perspektiven modelliert. Kohärenz fungiert dabei nicht als Wahrheitskriterium, sondern als Maß für die Stabilität, Anschlussfähigkeit und Transformierbarkeit von Weltmodellen. Das platonische Höhlengleichnis wird in diesem Rahmen als frühe Theorie begrenzter Zustandsräume neu interpretiert. Der Band versteht sich ausdrücklich nicht als physikalische Theorie, nicht als Ontologie und nicht als historische Exegese, sondern als strukturelle Übersetzung klassischer Begriffe in eine formale Architektur. Ziel ist es, die Leibnizsche Monadologie in die Gesamtarchitektur der Quantenmonaden-Theorie zu integrieren und zugleich den Übergang zu einer Soziologie kohärenter Perspektivkopplungen vorzubereiten.
Fields of Study & Subjects
Historical Philosophy and Science
Kantian Philosophy and Modern Interpretations
Globalization
Historical Perspectives
and International Relations
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 31 January 2026
- Language
- DE