Gedankennotiz zu römischen Dodekaeder

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Authors: Patricia Clemens
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Abstract

Römische Dodekaeder gehören zu den bekanntesten, zugleich funktional ungeklärten Artefakten der provinzialrömischen Archäologie. Auffällig ist ihre regionale Konzentration in den nordwestlichen Provinzen des Römischen Reiches sowie die häufige interne Abstufung von Loch- oder Knubbelgrößen bei gleichzeitiger fehlender artefaktübergreifender Normierung. Diese Notiz schlägt vor, diese Unterschiede nicht als Maße, sondern als relationale Markierungen zu lesen. Unter dieser Annahme könnten Dodekaeder als visuelle Aushandlungs- oder Vergleichsobjekte gedient haben, die es ermöglichten, Mengen oder Werte als „mehr“ oder „weniger“ darzustellen, ohne gemeinsame Sprache, Maße oder Währung vorauszusetzen. Eine solche Funktion wäre insbesondere in sprachlich und ökonomisch heterogenen Grenz- und Handelszonen plausibel. Der Beitrag versteht sich als konzeptionelle Überlegung und möchte einen alternativen Denkansatz zur Diskussion stellen.

Fields of Study & Subjects

Classical Antiquity Studies Ancient Mediterranean Archaeology and History Archaeological and Historical Studies

Publication details

Journal / source
Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
Publication date
9 February 2026
Language
DE