Warum ein reales Nichts nicht real ist und das Universum keinen Anfang und kein Ende haben kann
Abstract
ABSTARCT Diese Studie zeigt, dass ein absolutes Nichts innerhalb der Raumzeit (Dimensionen 1–3) logisch, strukturell und erkenntnistheoretisch unmöglich ist. Der entscheidende Punkt ist nicht, dass das Nichts „Information enthält“, sondern dass das Nichts nur als Nichts gedacht werden kann, indem es sich vom Sein abgrenzt – und diese Abgrenzung ist bereits eine Information. Ein denkbares „Nichts“ kann daher höchstens als Bereich ohne Raum und Zeit verstanden werden und wird folgerichtig der Dimension 0 zugeordnet. Information entsteht nicht erst aus Materie oder Energie, sondern ist deren Grundlage: Energie, Materie und Raumzeit sind Manifestationen informationeller Differenzen und Vernetzungen. Ein informationsfreies Nichts innerhalb des Seins ist daher nicht denkbar. Selbst ein als „absolut“ gedachtes Nichts ist als Negation des Seins eine unterscheidbare Zustandsmarke und damit Information. Aus dieser Annahme folgt, dass das Universum weder einen absoluten Anfang noch ein absolutes Ende besitzen kann. Ein Anfang im strikten Sinne würde einen vollständig informationslosen Zustand voraussetzen, aus dem keine Differenz hervorgehen könnte. Ein Ende würde die vollständige Aufhebung aller Differenzen, Relationen und Möglichkeiten bedeuten. Beides ist strukturell unmöglich. Die Dimension 0 wird daher als Minimaldimension maximaler Möglichkeitsdichte eingeführt: ein Bereich ohne Raum und Zeit, der jedoch nicht informationslos ist, sondern alle potenziellen Differenzen in nicht-realisiertem Zustand enthält. Das Übernichts fungiert als universeller Informations-Anschluss- und Übergangsraum, in dem Möglichkeiten in realisierte Informationsstrukturen übergehen können, ohne einen absoluten Ursprung oder Endzustand zu benötigen. Das Universum beruht somit nicht auf einem einmaligen Anfangsereignis mit nachfolgendem Ende, sondern strukturell auf ewiger Veränderung, fortlaufender Informationsdynamik und Realisation von Möglichkeiten. Es ist nicht als abgeschlossenes Ereignis, sondern als offener, selbsttransformierender Prozess zu verstehen.
Fields of Study & Subjects
Philosophy and Theoretical Science
Scientific Research and Philosophical Inquiry
Noncommutative and Quantum Gravity Theories
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 17 February 2026
- Language
- DE