Kreativität und Zukunftsfähigkeit: Die Hegel-Liedtke-Kunstformel als systemtheoretisches Instrument nach Niklas Luhmann

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Authors: Dieter Walter Liedtke
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Abstract

ABSTRACT Diese Studie untersucht die von Dieter Liedtke entwickelte Kunstformel als systemtheoretisch anschlussfähiges Instrument zur Sichtbarmachung von Innovation, Kreativität und evolutionärer Entwicklung im Sinne der Theorie sozialer Systeme von Niklas Luhmann. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Kunst nicht durch äußere Kriterien wie Markt, Moral oder Geschmack bestimmt wird, sondern als operativ geschlossenes Kommunikationssystem funktioniert, das sich durch Innovation selbst reproduziert. Die Kunstformel übersetzt diesen abstrakten Systembegriff in eine visuell verständliche Differenzstruktur: neue Information (Innovation) versus bekannte Darstellung. Dadurch wird Anschlussfähigkeit als zentrales Kriterium für Kunst, Bewusstsein und gesellschaftliche Entwicklung transparent und überprüfbar. Ergänzend wird das Hase-Schlange-Modell als erkenntnistheoretische Metapher eingeführt, um den Zusammenhang zwischen Innovation, neuronaler Verarbeitung und Bewusstseinsentwicklung funktional zu erklären. Auf Grundlage interdisziplinärer Forschung aus Neurobiologie, Epigenetik, Lernforschung und Gesundheitswissenschaften zeigt die Studie, dass verstandene, emotional bedeutsame Innovation nicht nur kulturelle, sondern auch biologische und gesellschaftliche Wirkungen entfaltet. Die Kunstformel fungiert damit als meta-autopoietisches Werkzeug im Kunstsystem, trans-autopoietisches Bindeglied zwischen Wissenschaften und als evolutiver Informationsimpuls für Bildung, Gesundheit und Demokratie.

Fields of Study & Subjects

Creativity in Education and Neuroscience Innovation Technology and Society Aesthetic Perception and Analysis

Publication details

Journal / source
Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
Publication date
18 February 2026
Language
DE