Übernichts – Dimension 0 und die permanente Gegenwart der Möglichkeit Schlüsselwerk XI als informationsphysikalisches Übergangsmodell
Abstract
ABSTRACT Diese Studie analysiert Schlüsselwerk XI – „Übernichts“ als epistemisches Kunstwerk, das den Übergang von strukturfreier Möglichkeit zu stabilisierter Raum-Zeit-Struktur nicht darstellt, sondern ereignishaft vollzieht. Ausgangspunkt ist die These, dass ein absolutes Nichts innerhalb der Raumzeit logisch und strukturell unmöglich ist. Stattdessen wird mit dem Begriff des Übernichts eine raum- und zeitlose Vermittlungsebene maximaler Informationsdichte eingeführt, die zwischen Dimension 0 (reine Möglichkeit) und den Raumzeitdimensionen 1–3 vermittelt. Das Werk entsteht nicht durch künstlerische Setzung, sondern durch einen dokumentierten Naturprozess (Wasser- und Trocknungsschaden 2001/2002), der die Leinwand selbst zur Messoberfläche eines realen Strukturereignisses macht. Ergänzt wird das Bildwerk durch ein Textbild mit integrierter realer DNA, das keine Erklärung liefert, sondern eine zweite operative Erkenntnisebene eröffnet. Durch die Verbindung von konzeptueller Vorarbeit, physischem Ereignis und informationslogischer Kohärenz formuliert Schlüsselwerk XI ein nicht-dualistisches Ursprungsmodell, in dem Information als primäre Ordnungsgröße erscheint. Das Werk antizipiert zentrale Erkenntnisse moderner Physik, Kosmologie, Quanteninformation und Neurobiologie und positioniert Kunst erstmals als empirisch anschlussfähige Ursprungsforschung.
Fields of Study & Subjects
Art
Technology
and Culture
Visual Culture and Art Theory
Aesthetics
and Perception
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 18 February 2026
- Language
- DE