Dienstleister des Seins - Warum die Schöpfung ein Aktenzeicheen hat
Abstract
KERNAUSSAGE: Der dritte Weg – Kosmische Evolution als autopoietischer Algorithmus Das Konzept des „Dienstleisters des Seins“ entwirft einen dritten Weg zwischen theistischer Schöpfung und bloßem Zufall. Es rekonstruiert den kosmischen Pro- zess als einen autonomen, „selbstorganisierenden, evolutionären Prozess“ – einen eigenständigen, selbstlernenden Mechanismus, der keine externe Steuerung, son- dern die innere Logik eines unbegreiflichen Absoluten in die Wirklichkeit über- setzt. Dieser kosmische Prozess führt ein ewiges, regelbasiertes Optimierungsexperi- ment aus, dessen „Betriebsanleitung“ die mathematischen Gesetze der Physik sind. Bewusste Wesen, insbesondere der Mensch, sind dabei keine Marionetten, sondern integrales Feedback-System: Ihre Erfahrungen, Werte und Erkenntnisse liefern die entscheidenden Rückmeldungen, anhand derer das System sein Regel- werk für zukünftige kosmische Zyklen (im Geiste zyklischer Kosmologien, wie der von Roger Penrose) justiert und weiterentwickelt. Die Konsequenz ist eine radikal immanente und entmystifizierte Weltanschau- ung. Es gibt keinen für das Leid verantwortlichen Schöpfergott, keine jenseitige Belohnung oder Bestrafung und keinen von außen verliehenem, vorgefertigtem Sinn. Unsere Existenz gewinnt ihren Sinn exakt dadurch, dass wir selbst Werte schaffen, Erkenntnisse gewinnen und so zur treibenden Kraft der kosmischen Evolution werden. Diese klare, ehrliche Sicht befreit, indem sie uns die volle Ver- antwortung für unser Menschsein überträgt und einen Weg aus der metaphysi- schen Bevormundung weist.
Fields of Study & Subjects
Philosophy and Theoretical Science
Study and Philosophy of Religion
Theology and Philosophy of Evil
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 23 February 2026
- Language
- DE