Das SME Framework: im Kontext organisationswissenschaftlicher Regulationstheorien
Abstract
Dieses Working Paper (deutsch) verortet das SME-Modell (Sonne–Mond–Erde) von Niclas Steiner & NN HR innerhalb etablierter Regulationstheorien und integriert die bisherigen Forschungsbeiträge (Steiner 2025a, 2025b, 2026) in eine kohärente, systemtheoretische Perspektive. Das SME-Framework konzeptualisiert Organisationen als wahrnehmungsbasierte adaptive Systeme, deren Stabilität als emergentes Phänomen einer kontinuierlichen Regulation zwischen drei funktionalen Variablen entsteht: Motivationale Aktivierung (Sonne): Der Richtungsvektor des Systems (Teleologie). Emotionale Resonanz (Mond): Die Kohärenzrate der internen Kommunikation (Psychologische Sicherheit). Strukturelle Stabilisierung (Erde): Die Trägheit und Invarianz des formalen Rahmens (Prozesse/Kapital). Anstatt SME als klassisches Führungsmodell zu interpretieren, etabliert dieser Beitrag eine analytische Regulationsperspektive. Stabilität wird hierbei als das Ergebnis eines dynamischen Gleichgewichts (Baryzentrische Dynamik)verstanden, bei dem sich der funktionale Schwerpunkt des Systems zwischen den drei Vektoren austariert. Durch die Synthese von Systemtheorie (Luhmann), Resonanzforschung (Rosa) und Komplexitätswissenschaft identifiziert das Papier das SME-Modell als Metrik für organisationale Selbstregulation. Es liefert damit den theoretischen Rahmen für eine longitudinale Reifegradanalyse, die über rein qualitative Deskription hinausgeht und organisationale Dynamik als messbare Systemzustände begreifbar macht.
Fields of Study & Subjects
Management and Organizational Studies
Management Theory and Practice
Leadership and Management in Organizations
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 24 February 2026
- Language
- DE