Flächenhaushaltsziele erreichbar? – Trendextrapolation des Flächenverbrauchs 2030 und 2045 im Spiegel unterschiedlicher Bevölkerungsentwicklung und regionale Effekte
Abstract
Der Beitrag stellt Modellrechnungen zur möglichen zukünftigen Entwicklung des Flächenverbrauchs in Deutschland vor, der sich a) aus den Trends der Flächenansprüche des aktuellen Bevölkerungsbestandes ergibt, b) aus einem potenziellen Bevölkerungs-zuwachs von sechs Millionen Menschen bis 2045 resultiert. Die siedlungsstrukturell aufbereiteten Ergebnisse werden den flächenpolitischen Zielen „Unter-30-Hektar 2030“ und „Flächenkreislaufwirtschaft 2050“ gegenübergestellt. Im Ergebnis wird der künftige Flächenverbrauch - selbst bei rückläufigen zusätzlichen Flächenansprüchen - außerhalb der Großstädte vor allem durch mehr Siedlungsfläche je Einwohner und sinkende Siedlungsdichten bestimmt, weniger aus potenziellem Bevölkerungswachstum. Ohne eine strategische, flächensparende und auf Bestandsumbau fokussierte Steuerung der Siedlungsentwicklung mit höheren Baudichten lassen sich die flächenpolitischen Ziele nicht erreichen. Hinweis zur Barrierefreiheit: Dieser Beitrag ist barrierefrei gestaltet und entspricht den Anforderungen der WCAG 2.2, Konformitätsstufe AA.
Fields of Study & Subjects
Land Use and Ecosystem Services
Local Governance and Planning
Urban Planning and Valuation
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 26 February 2026
- Language
- DE
- Document type
- Book chapter