Der "Gummi-Effekt": Projektive Identifikation und die Schwierigkeit der Autonomie bei Innerhofer, Nietzsche und Kafka
Abstract
Dieses Dokument analysiert das Phänomen des psychologischen "Gummi-Effekts" anhand der Biografien und Werke von Franz Innerhofer, Friedrich Nietzsche und Franz Kafka. Der Effekt beschreibt die Dynamik, bei der Individuen sich zwar intuitiv der destruktiven projektiven Identifikation durch ihre Eltern (oder stellvertretende Institutionen) bewusst werden, jedoch im späteren Lebensverlauf in diese internalisierten destruktiven Strukturen zurückfallen. Die Arbeit zeigt auf, wie tiefgreifend diese Projektionen die Autonomieentwicklung stören und zu lebenslangen Autonomieproblemen führen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Schwierigkeit, ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen, wenn negative Projektionen internalisiert wurden. Am Beispiel der Alkoholsucht von Franz Innerhofer wird veranschaulicht, wie der "Gummi-Effekt" als Rückzug in destruktive Verhaltensweisen fungiert, wenn der Aufbau einer eigenständigen Identität misslingt. Zudem wird die Problematik für Heimkinder diskutiert, sich aus diesen fremdbestimmten Identitäten zu befreien.
Fields of Study & Subjects
Psychoanalysis and Psychopathology Research
Identity
Memory
and Therapy
Psychology and Mental Health
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 1 March 2026
- Language
- DE