Die Wirkung von Selbstdifferenzierungsprozessen in Naturwäldern auf Bodenheterogenität und Pflanzenartenverteilung
Abstract
Selbstdifferenzierungsprozesse in Naturwäldern wirken sich auf die Bestandesstruktur, den Boden und (indirekt) auf die Bodenvegetation aus. Die Heterogenisierung in Naturwäldern erfolgt auf der a- und b-Diversitätsebene entsprechender Kompartimente. Bei Steigerung von Strukturreichtum und Bodendiversität erhöht sich die a-Biodiversität (Artenvielfalt) im Kiefern- und Eichenwald, im Buchenwald ist das Ergebnis unklar. Auch die b-Biodiversität steigt (hohe floristische Unähnlichkeit, geringe Gleichverteilung). Aufgrund stärkerer Kontraste und dauerhafterer Muster wird die Artenverteilung in Naturwäldern stärker von den differenzierten Bestandesstruktur- und Bodeneigenschaften bestimmt als in Wirtschaftswäldern. Empirische Weiserwerte von Gefäßpflanzen und Moosen können die Bestände gut differenzieren, nicht aber Bestandesareale innerhalb der Bestände.
Fields of Study & Subjects
Botany and Plant Ecology Studies
Forest Ecology and Biodiversity Studies
Lichen and fungal ecology
Publication details
- Journal / source
- DBGPrints Repository (German Soil Science Society (DBG))
- Publication date
- 19 May 2026
- Language
- DE