Co-Abhängigkeit und maskierte negative iDentität
Abstract
Dieses Grundlagenwerk entwickelt Co-Abhängigkeit als beziehungslogische, systemische undkulturelle Struktur. Co-Abhängigkeit wird nicht primär als individuelles Defizit verstanden,sondern als soziale Form eines vererbten oder erzeugten Beziehungsbruchs, in der Bindung,Harmonie oder Funktion erhalten werden, ohne Wahrheit, Grenze und iDentitätmitzuentwickeln. Der Kernbegriff des Werks ist die maskierte negative iDentität: ein Zustand,in dem Negativität, Bruch, Kränkung, Unwahrheit oder Gewalt nicht offen bearbeitet, sondernin funktionale Zugehörigkeit, Pseudo-Harmonie und angepasste Rollen übersetzt werden.Die Leitthese lautet: Co-Abhängigkeit ist nicht primär der offene Konflikt, sondern dieStabilisierung von Beziehung unter den Bedingungen maskierter Negativität. Die eigentlicheEpidemie ist nicht das Gegeneinander, sondern die Verdrängung von Negativität in funktionale,loyale und falsch harmonische Beziehungsformen. Anti-Individuation erhöht die Virulenzdieser Dynamik; moral injury beschreibt ihre Krankheitslast. Das Gegenmodell ist nichtAutarkie, sondern reife Symbiose: Ehrlichkeit, iDentität, Inteamität und Wahrheit in einerBeziehung, die Grenze und Zugehörigkeit zugleich tragen kann.
Fields of Study & Subjects
Art
Aesthetics
and Perception
Psychoanalysis and Social Critique
Sociology and Norbert Elias
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 10 June 2026
- Language
- DE