Die photonische Notwendigkeit der Selbstreferenz: SrGT-Konstellationsschärfe, Superposition und Dekohärenz als Grundlage einer erweiterten Quantenphysik und Quantencomputing-Diagnostik
Abstract
Die vorliegende Arbeit entwickelt eine grundlegende SrGT-Bestimmung des Photonischen als nicht-identitäre Vermittlungsstruktur zwischen totalem Unterschied, Raumantwort, Selbstreferenzialität und späterer Identitätsfähigkeit. Das Photonische wird dabei nicht als isoliertes Teilchen, nicht als selbsthafte Identität und nicht als Besitzträger von Energie verstanden, sondern als Vermittlungswirklichkeit, durch die ein präidentifikativer Unterschied in eine raumfähige selbstreferenzielle Ordnung überführt werden kann. Die klassische Physik wird in dieser Arbeit nicht verworfen. Die Beziehungen E=h⋅fE=h\cdot fE=h⋅f, c=λ⋅fc=\lambda\cdot fc=λ⋅f und p=h/λp=h/\lambdap=h/λ bleiben als experimentell bewährte Außenspuren erhalten. Die SrGT fragt jedoch nach einer tieferen Struktur: Was muss bereits geschehen sein, damit Licht als Licht, Photon als Photon und Superposition als quantisch geführte Nichtidentifizierbarkeit erscheinen können? Version 1.1 präzisiert gegenüber der früheren Fassung insbesondere den methodischen Status der SrGT-Konstellationsschärfe im Hinblick auf Quantencomputing. Der Anspruch wird nun dreistufig bestimmt: A1: SrGT-StrukturmodellA2: validierbare Diagnose- und EntwicklungsheuristikA3: mögliche technische Verbesserung nach Datenvalidierung Damit wird ausdrücklich nicht behauptet, dass die SrGT bereits eine technische Dekohärenzverbesserung bewiesen habe. Vielmehr formuliert sie ein Struktur- und Diagnosemodell, mit dem Superposition, Dekohärenz, Phasenbindung, Readout, Gate-Fehler, Drift, Cross-Talk und Skalierung als gemeinsame Ergebnis-Konstellation analysiert werden können. Ein zentrales neues Element der Version 1.1 ist das Constellation Validity Profile CVPw(K)CVP_w(K)CVPw(K). Dieses Profil ersetzt keine etablierten Quantencomputing-Metriken wie T1T_1T1, T2T_2T2, Gate-Fidelity, Readout-Fidelity, SPAM-Fehler, Cross-Talk, Leakage, Layer Fidelity, Quantum Volume, CLOPS oder Logical Error Rate. Es ordnet solche Größen jedoch in eine SrGT-interne Tragfähigkeitsstruktur ein. Dadurch entsteht die prüfbare Frage, ob SrGT-CVP Konstellationsschwächen früher, robuster oder entscheidungsrelevanter sichtbar machen kann als Einzelmetriken allein. Die Arbeit ergänzt außerdem eine mathematische Modellbegründung dafür, dass SrGT-CVP nicht bloß eine Addition vorhandener Einzelmetriken darstellt. Gleiche äußere Ergebniswahrscheinlichkeit bedeutet nicht notwendig gleiche innere Superpositions-Konstellation. Insbesondere wird gezeigt, dass zwei Qubit-Zustände dieselben 0/1-Messwahrscheinlichkeiten besitzen können, aber durch unterschiedliche relative Phase eine unterschiedliche innere Konstellationsstruktur aufweisen. Daraus folgt die SrGT-Unterscheidung zwischen äußerer Ergebniswahrscheinlichkeit PjP_jPj, innerer Konstellationstragfähigkeit CVPw(K)CVP_w(K)CVPw(K) und SrGT-Ergebnis-Tragfähigkeit Sj=Pj⋅CVPw(K)S_j=P_j\cdot CVP_w(K)Sj=Pj⋅CVPw(K). Version 1.1 enthält ferner eine methodische Entschärfung der Beispielrechnung zur Konstellationsschärfe. Der dort auftretende Faktor 35 wird nicht als empirischer Leistungsnachweis verstanden, sondern als didaktische Illustration dafür, dass Ergebniswahrscheinlichkeit und Konstellationstragfähigkeit auseinanderfallen können. Die tatsächliche technische Relevanz der SrGT-CVP-Diagnostik hängt von einer späteren Prüfung an realen Quantenhardware-Daten ab. Die Arbeit positioniert sich damit als SrGT-Grundlagenarbeit und als Vorbereitung eines validierbaren Forschungsprogramms zu Superposition, Dekohärenz, photonischer Vermittlung und Quantencomputing-Diagnostik. Sie beansprucht nicht, die Quantenmechanik zu ersetzen, sondern eine zusätzliche Strukturdiagnostik zu formulieren, deren technischer Nutzen erst durch empirische Fallstudien mit realen Quantenhardware-Daten entschieden werden kann. christian.janisch@srgt-research.org © 2026 Christian Janisch. All rights reserved.
Fields of Study & Subjects
Quantum Mechanics and Applications
Cold Atom Physics and Bose-Einstein Condensates
Advanced Physical and Chemical Molecular Interactions
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 28 June 2026
- Language
- DE
- Document type
- Preprint