Die gerechte Einigung als Zielkonfiguration: Relative Moralpsychologie, relationale Autonomie und die Differenz von Kapazität und Ausübung

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Authors: Heiler Maximilian
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Abstract

Dieser Abschnitt entwickelt die gerechte Einigung als Zielkonfiguration von Einigungsprozessen. Er verschränkt die relative und rivalisierende Moralpsychologie mit einem Begriff relationaler Autonomie und verankert die These, dass eine Einigung erst dann als gerecht validiert werden kann, wenn zwischen der bloßen Kapazität zur Zustimmung und ihrer tatsächlichen Ausübung unterschieden wird. Die Argumentation ruht auf sieben Prämissen (modale Konstitution der Einigung; Innen/Außen-Doppelstruktur; relative und rivalisierende Moralpsychologie; formaler Konsens vs. substanziell freie Zustimmung; relationale Autonomie statt isolierter Freiheit; Kapazität vs. Ausübung; Zweifel als Fähigkeit, nicht als Kompetenz), die in einem Zwischenschluss und einer Konklusion zusammengeführt werden. Sie zeigt, wie Einigungsprozesse sowohl individuell (innere Einigung) als auch kollektiv (äußere Einigung) als gerecht validiert werden können, und begründet auf dieser Grundlage eine faire Transaktionsethik, die nicht die Einhaltung einer Regel, sondern die tatsächliche Ausübung der autonomen Kapazität in jeder Wechselbeziehung prüft. Die Darstellung ist streng an das Schneemannsystem und die darin geprägten Begriffe gebunden. Ein Anhang stellt die Argumentationskette als Prämissen-Tabelle dar.

Fields of Study & Subjects

Psychology of Moral and Emotional Judgment Philosophical Ethics and Theory Emotions and Moral Behavior

Publication details

Journal / source
Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
Publication date
3 July 2026
Language
DE
Document type
Preprint