Selbstaktualisierung als innere Multiplikation: Selbstabgleich, der Nullpunkt und die Legitimität der Nicht-Teilnahme
Abstract
Selbstaktualisierung wird im Cross-Logik-System (CLS) nicht als additive Summe erfüllter Lebensbereiche modelliert, sondern als Produkt: Selbstaktualisierung ergibt sich aus einer invarianten Bezugsgröße, dem Selbst, multipliziert mit den Sinnhaftigkeits-Gewichten aller Bestandteile, die im laufenden Selbstabgleich geprüft werden. Ein einziger gegen null gehender Bestandteil zieht das Gesamtergebnis gegen null, unabhängig davon, wie hoch andere Bestandteile stehen — strukturanalog zu Vrooms multiplikativem Erwartungswertmodell und zu Liebigs Minimumgesetz. Der Artikel führt einen übergeordneten Schalter ein, das Bewusstsein von Brauchen, der in einem diskreten Akt entscheidet, ob die Formel überhaupt läuft, sowie die Korrektur 0_legitim: Der Nullpunkt ist keine Störung, sondern eine dem Selbst gleichrangige, legitime zweite Konstante — gestützt durch Van Parijs' Argument für ein reales Recht auf Nichtteilnahme und Doyal/Goughs Theorie universeller Grundbedürfnisse. Eine abschließende Verfeinerung, die Nullpunkt-Forderung ohne Werden, trennt die aktive Forderung nach gerechter Verteilung von der bewussten Nicht-Überführung in Systemteilnahme. Konzept- und Theorieartikel des Logik-Instituts, Version 1.0.
Fields of Study & Subjects
Law and Political Science
Philosophical Ethics and Theory
Economic and Social Issues
Publication details
- Journal / source
- Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research)
- Publication date
- 20 August 2026
- Language
- DE