Magister Martin Blanck

Read full text
Authors: Otfried Kies
Cited by: 0

Abstract

In Lauffen am Neckar wirkte gegen Ende des 16.Jahrhunderts der Pfarrer M. Martin Blanck (auch Planck).Er war geboren in Riedlingen (-das sich der Reformation nicht angeschlossen hatte-) um 1550, besuchte die (evangelische) Klosterschule Hirsau und immatrikulierte sich in Tübingen am 6. März 1566.Den ersten akademischen Grad des Baccalaureus erwarb er am 20.März 1567 als "Hirsaugiensis" und wurde im Juli (Magdalenæ) 1567 mit 13 anderen ("omnes baccalaurei und lond sich wol an") ins Tübinger Stipendium, besser bekannt als "Stift", aufgenommen.Er beendete sein Studium als Magister am 1. Februar 1570.Bis 1572 blieb "Martinus Planck Riedlinge[sis]" als "Repetens graecus" am Stift.Er gehörte zu jener Generation junger in Württemberg tätiger Theologen, die ins bereits evangelische Herzogtum geboren wurden, aber immer noch mit den Nachwehen der Reformation beschäftigt waren.Er war Diaconus in Marbach 1575-76 und Pfarrer in Enzweihingen 1578-86.Blanck heiratete ungefähr 1575 Apollonia, die Tochter des Winnender Bürgermeisters Michael Sigwart und der Margaretha Grüninger.In Lauffen verewigte man ihn im Pfarrerregister des ersten Kirchenbuches: "M.Martinus Plancus vir summa pietate, virtute et doctrinae præditus, ante hac sedulo ac diligenter pabulo verbi Dei pascens gregem Jhesu Christi qui est in Enzvveihingen, ab illo ex mandato Illustriss[imi] Principis (pastore ecclesiæ Lauffensis, M. Friderico Rehe vita defuncto) vocatus est et 29.Aprilis anno [15]86 una cum familia Lauffam venit, ut ibi parochum ageret, Deus opt[imus] max[imus] largiatur gr[at]iam sp[irit]us s[ui] ut per prædic[ati]onem verbi Dom[ini] multas Christo filio Dei lucretur a[ni]mas.Amen."Er war danach ein Mann von höchster Frömmigkeit, mit Sittlichkeit und Kenntnis der Lehre begabt.Nachdem der Lauffener Pfarrer M. Friedrich Rehe gestorben war, hatte ihn Herzog Ludwig von Württemberg aus Enzweihingen an dessen Stelle nach Lauffen berufen, wo er am 29.April 1586 samt seiner Familie ankam und von Mai 1586 bis Michaelis (29.September) 1586 das Pfarramt versah.Ein langes Wirken war ihm hier aber nicht beschieden.

Fields of Study & Subjects

Reformation and Early Modern Christianity Biographical and Historical Analysis Death Funerary Practices and Mourning

Publication details

Journal / source
Zeitschrift des Zabergäuvereins
Issue
4
Pages
11–18
Publication date
26 February 2026
Language
DE