Die Anfänge des Jakobimarkts in Hall

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Authors: Hansmartin Decker-Hauff
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Abstract

zu St. Michael in Hall und stiftete wohl um die gleiche Zeit mit Zustimmung des Kaisers Fried- rich Barbarossa den Michaelismarkt.Die eigenartige Urkunde über diese Vorgänge ist zugleich das erste geschichtliche Zeugnis über die Entwicklung der Ort- schaft Hall zur Stadt.Sie setzt bereits eine nennens- werte Siedlung voraus, aber sie sagt nichts darüber, was zu dieser Zeit bereits bestand.Andere urkundliche Zeugnisse fehlen.Berichte späterer Chronisten, vor allem aber die Ausgrabungen Eduard Krügers, lassen erkennen, daß schon vor St. Michael in Hall die St. Jakobskirche und jenseits des Kochers die St. Katharinenkirche bestand.Während der Michaelismarkt im 19.Jahrhundert einging, wird der Jakobimarkt in Hall noch heute gehalten.Sollte dieser Jakobimarkt zugleich mit der Jakobskirche begründet worden sein, so wie der Michaelismarkt mit der Michaelskirche zusammen entstand?Krüger datiert die Jakobskirche auf die Mitte des 11.Jahrhunderts.Jakobus der Ältere war ein Lieblingsheiliger der da- maligen Kirchenreformbewegung und zugleich auch der Grafen von Komburg, der Landesherren im Kocher-und Taubergau.Können wir also über einen Markt in Hall im 11.Jahrhundert -über den Jakobimarkt -Aussagen machen?Da schriftliche Quellen fehlen, müssen wir dabei von den baugeschichtlichen Untersuchungen von Dr. Krüger ausgehen und Ver- gleiche zwischen dem ältesten Stadtplan und anderen Städten mit besserer Überlieferung suchen.Wir be- dienen uns dabei der Methode einer Analyse des Stadtplans, die vor allem Professor Adalbert Klaar in Wien entwickelt und mit seinen Schülern in zahlreichen Beispielen durchgeführt hat.Wer Krügers Rekonstruktion des ältesten Stadtplans von Hall prüft und zugleich die Bodengestaltung auf der Ostseite des Kochers berücksichtigt, der erkennt

Fields of Study & Subjects

Medieval European History and Architecture Medieval Literature and History Historical Literary and Cultural Studies

Publication details

Journal / source
Schwäbische Heimat
Volume
7
Issue
3/4
Pages
93–98
Publication date
4 February 2026