Ein massiv goldener römischer Gemmenring mit Mars-Darstellung aus dem Vicus von Güglingen

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Authors: Enrico De Gennaro
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Abstract

Ermuntert durch ihren Lehrer an der heutigen Katharina-Kepler-Schule unternahmen als kleine fahrradfahrende Buben die beiden Schüler Ulrich Peter, Güglingen, und Andreas Reegen, ebenfalls Güglingen, Begehungen im Bereich der römischen Fundstelle in den Güglinger "Steinäckern".Bei den gemeinsamen Begehungen, die sich vorwiegend auf die heute überbauten Flurstücke 1730-32 konzentrierten, wurde von den zweien dabei regelmäßig viel Terra Sigillata und sonstige Keramik angetroffen.Im Jahr 1970 jedoch stieß dort Andreas Reegen auf einen goldenen Fingerring, in dessen Fassung sich noch eine rote Gemme befand 1 .Nach eigenen Angaben zog Reegen den Ring einem Fingerknöchel ab (der selbst jedoch liegengelassen wurde).Der Fundpunkt des Goldringes lag etwas gegen Westen im ersten, nördlichen Drittel der Parzelle 1731.Objektbeschreibung Der Ring besteht aus massivem Gold.Seine Gesamthöhe einschließlich der Gemme beträgt 16 mm, seine Länge 21 mm und seine Breite 13 mm (Abb.01). 4 Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 (Wo nicht anders angegeben stammen sämtliche Abbildungen von Enrico De Gennarao) Der Innendurchmesser des Ringes variiert zwischen 18 und 19 mm und die Ringschenkel besitzen kleinere Einschnürungen mit einer leicht ovalen Verdickung unterhalb der gestalteten Ringschultern (Abb.02).Auffallend am Stück ist, dass die Ringschenkel nicht mehr vollständig rund sind, sondern durch mehrere Kniffe eine Verengung des ursprünglichen Innendurchmessers herbeigeführt wurde (Abb.03+04).Somit kann es als wahrscheinlich gelten, dass ein Zweitträger, dem der Ring etwas zu groß war, ihn für sich auf diese Weise enger gemacht hat.

Fields of Study & Subjects

Ancient and Medieval Archaeology Studies Archaeological and Historical Studies Classical Antiquity Studies

Publication details

Journal / source
Zeitschrift des Zabergäuvereins
Issue
4
Pages
4–10
Publication date
26 February 2026
Language
DE