Das Biberacher Stadtbild als Kunstwerk
Abstract
Unterholz und Sträuchern einen lichten Bestand auf dem ebenen Niedermoor.Allmählich wölbt sich der Untergrund uhrglasförmig.Torfstiche zeigen das Weiterwachsen der torfbildenden Flora über den ebenen Untergrund hinaus bis zumHochmooran, so daß die Mitte des Tales höher zu liegen kommt, als die Randgebiete.Der Niedermoorwald tritt zurück und räumt der Legföhre, dem Heidekraut, der Heidel- und Preiselbeere, Moos-und Rauschbeere, sowie dem Sumpfrosmarin den Platz ein.Mächtige Polster von Torfmoosen, grün und rosa gefärbt, überwuchern Baumstämme, Legföhren und Sträucher.Zwischen den Moosen breitet der zierliche Sonnentau seine rosafarbenen, mit langen, klebrigen Wimpern be- setzten Blätter aus.Er ist eine insektenfressende Pflanze, und wer sich's nicht verdrießen läßt, eine Weile zu beobachten, kann den brutalen Kampf zwi- schen Pflanze und Insekt in aller Stille und im scheinbaren Frieden der Natur erleben.Es würde den Rahmen dieses Aufsatzes weit über- schreiten, wollte ich nur ganz oberflächlich auf die Fels-und Pflanzenformen am Gigelberg und im Gaisental hinweisen, wo mit richtigem Instinkt vor mehr als 100 Jahren die verschiedensten Wald-und Parkbäume auf dem Nagelfelsenuntergrund ange- pflanzt wurden und heute um die Wette wachsen.Ginkgo und Tulpenbaum, die falsche Zypresse, Berg-, Wald-, Weymouth-und Schwarzkiefer, Gruppen von Douglastannen, Nordmannstanne, Arve und Nebel- fichte, Moor-und Hängebirke, Thuja und Sadebaum, daneben viele andere einheimische Waldbäume und Sträucher bilden ein außerordentlich buntes Durcheinander.Bei näherem Besehen weist die Landschaft um Biber- ach, obwohl sie dem als eintönig bezeichneten Alt- moränegebiet angehört, viele interessante Einzel- erscheinungen auf.Die meisten Reisenden wollen sie jedoch im Zug oder im Auto möglichst schnell hinter sich bringen, weil sie entweder dem Bodensee mit seinen hohen Bergen oder der Alb als ihrem Reiseziel zustreben.Das schwäbische Oberland ist nicht für Menschen, die nur von grandiosen Naturerscheinungen, welche auch auf das primitivste Gemüt wirken, er- griffen sind.Seine Schätze wollen durch beschauliche Wanderung gehoben werden.Es ist für Menschen, deren Auge das Wunderbare und Große auch im Kleinen, Unscheinbaren zu schauen vermögen.Die Freude ist deshalb
Fields of Study & Subjects
Architecture
Modernity
and Design
Urbanism
Landscape
and Tourism Studies
Urban Planning and Landscape Design
Publication details
- Journal / source
- Schwäbische Heimat
- Volume
- 6
- Issue
- 3
- Pages
- 87–93
- Publication date
- 16 February 2026
- Language
- DE