Die Dorfmauer von Pfaffenhofen
Abstract
Stammtisch des Zabergäuvereins in Frauenzimmern einen Vortrag über "Die Dorfmauer in Pfaffenhofen".Der Einsturz des Wehrturms an der Mauer im Gebiet des Pfarrgartens, der auch sonst betrübliche Zustand dieser Mauer und die dringende Notwendigkeit einer Reparatur lenkten das Augenmerk der Gegenwart wieder auf diese Besonderheit Pfaffenhofens, die Dorfmauer. 1 Sanierungsbedürftige Fleckenmauer Ecke Pfarrgarten (Foto W. Stuber, Jan. 2007) Pfaffenhofens Dorf-oder Fleckenmauer Mittelalterliche Dorfmauern sind, im Gegensatz zu Stadtmauern, eine Seltenheit.Zum Charakter einer Stadt zählte unbedingt ihre Befestigung durch Steinmauern.So erhielt Bönnigheim bereits in den Jahren seiner Erhebung zur Stadt vom Kloster Bebenhausen, das damit seinen Besitz im Ort schützen wollte, das Versprechen, "murum unum pro subsidio ville Bunenkein predicte" ("eine Mauer zum Schutz des vorgenannten Dorfes B.") innerhalb von zwei Jahren "sub longitudine quadraginta cannarum 1 et in altitudine unius canne" ("in der Länge von 40 Ruten und der Höhe von einer Rute") auf seine Kosten zu erbauen.Allerdings schenkte Bebenhausen der jungen Stadt damit nichts, sondern ließ es sich mit Vorrechten innerhalb der Stadt mehr als üppig bezahlen.2 Bereits 1293 ist von "portis" ("Toren") Brackenheims die Rede 3 ; 1301, 21 Jahre nach seiner Stadterhebung, verfügte Brackenheim über "muros nostre civitatis" ("Mauern unserer Stadt") und eine "portam versus Niperch sitam" ("Tor gegen Neipperg gelegen") 4 , von deren Unterhalt und anderen Lasten das Kloster Bebenhausen sich für seine dortigen Besitzungen damals befreien ließ.
Fields of Study & Subjects
Medieval European History and Architecture
Medieval Architecture and Archaeology
Ancient and Medieval Archaeology Studies
Publication details
- Journal / source
- Zeitschrift des Zabergäuvereins
- Issue
- 3-4
- Pages
- 1–11
- Publication date
- 5 March 2026
- Language
- DE