Schellings Beziehungen zu Schiller und Goethe

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Authors: Franz Bühler
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Abstract

In der Geburtsstadt Schellings, in Leonberg, stehen auf dem über die Stadt emporragenden Engelberg zwei Gedenklinden, die 1888 "dem Andenken der beiden Leonberg nahestehenden Geistesheroen Schel- lung und Schiller geweiht" wurden.Nach einer jüngeren Zutat soll noch eine dritte Linde gepflanzt worden sein.Sie war Goethe gewidmet, weil er durch eine mit Schelling und Schiller abgehaltene Jahrhundertfeier (1799/1800) seine besondere Ver- bundenheit mit diesen zum Ausdruck gebracht habe.Dabei drängt sich die Frage auf, welche persönlichen Beziehungen Schelling, der "Proteus der Philoso- phie", zu seinem großen Landsmann Schiller und zu dem Dichterfürsten Goethe hatte.Mit 20 Jahren hatte Schelling als fertiger Denker das Tübinger Stift verlassen."Es wird mir alles zu eng hier", hatte er an Hegel geschrieben, "in unserem Pfaffen-und Schreiberlande".Gegenüber den ver- geblichen Versuchen seines Vaters von Schorndorf aus, ihm in Tübingen eine Stelle zu verschaffen, be- tonte er seine persönliche Auffassung: "Wer den Grad von Aufklärung und literarischer Tätigkeit in anderen Gegenden, z.B. Sachsen, kennen gelernt hat, hat wirklich kein großes Verlangen nach Württem- berg."Und ein andermal an einen Stuttgarter Freund: "Darin hat der König recht, daß meine Phi- losophie sich mit den Tübinger Theologen nimmer- mehr vertragen hätte."Zwei Jahre verbrachte er als Studienleiter der jungen

Fields of Study & Subjects

German Literature and Culture Studies Philosophy and Historical Thought Scientific and Historical Analyses

Publication details

Journal / source
Schwäbische Heimat
Volume
7
Issue
6
Pages
241–245
Publication date
28 January 2026