Gefährdung unseres Schutzgebiets "Pfrunger Ried" durch Entwässerung?
Abstract
In dem großen Pfrunger Ried ist noch ein Stück Ur- landschaft auf badischer Seite im sogenannten "Großen Trauben" erhalten, ein Bergkieferurwald im Besitz des Fürsten von Fürstenberg, der das Gebiet aus eigenem Antrieb geschützt hat.Auf der angren- zenden württembergischen Seite war einst ein ähn- licher Moorurwald vorhanden, den aber seinerzeit ein von Robert Bosch 1917 aufgekauftes Ostracher Torfunternehmen ausgebaggert hat, jedoch so, daß einzelne langgestreckte Baggerteiche zwischen stehen- gebliebenen Moorstreifen entstanden sind.Der Be- trieb hat aber schon 1928 aufgehört.Die Moorstreifen zwischen den Teichen haben sich mit Birken, Kiefern und Weiden wieder bewaldet.Die Wasserflächen sind durch Schilf, Rohr, Teichrosen und Laichkräuter besiedelt und fast wieder zu natürlichen Seen von großer Schönheit geworden, reich an Fischen und an Sumpf-und Wasservögeln aller Art (im Gesamtgebiet sind 91 Arten festgestellt).Schon 1938 ist das Gebiet der Ostracher Torfwerke von einem Privatmann in Wilhelmsdorf aufgekauft worden, der dann begann, es nach jeder Richtung auszuschlachten.Er schlug zuerst eine in das Ried hineinführende Birkenallee ab und verkaufte die Stämme.Er verkaufte Besen-
Fields of Study & Subjects
Peatlands and Wetlands Ecology
Ecology and biodiversity studies
Wetland Management and Conservation
Publication details
- Journal / source
- Schwäbische Heimat
- Volume
- 8
- Issue
- 1
- Pages
- 18–19
- Publication date
- 28 January 2026