Karl von Schiller
Abstract
Trennung in sein Schwabenland zurück.Noch mehr erhoffte der Dichter von dem heimischen Klima günstigen Einfluß auf sein hartnäckiges Brustleiden, das ihn schon seit über zwei Jahren quälte.Des Dichters Reise führte zunächst in die freie Reichsstadt Heilbronn, bis er Gewähr hatte, daß Herzog Karl ihm als seinem einstigen Regimentsmedikus keine Ungelegenheiten mehr bereiten würde.Erst als der schwerkranke Herzog, dessen letzte Lebens- tage gezählt waren, sich öffentlich dahin äußerte, daß er von Schillers Aufenthalt nicht im geringsten Notiz nehmen werde, konnte es der Dichter wagen, württem- bergisches Gebiet zu betreten und zunächst in Ludwigsburg bei seinem Jugendfreund v. Hoven Aufenthalt zu nehmen.Am 8. September 1793 betrat Schiller erstmals wieder die alte Residenzstadt Ludwigsburg, den Schauplatz seiner Schuljahre, wo ihm am 14. September das erste Kind, ein gesunder Stammhalter geschenkt wurde."Ich bin seit 5 Tagen Vater zu einem gesunden und munteren Sohn, der mir als der Erstling meiner Au- torenschaft in diesem Fache unendlich willkommen ist.So viel an mir liegt, soll er ein Federheld werden, damit er den zweiten Teil zu den Werken schreiben kann, die sein Vater anfing und, so Gott will, noch anfangen wird".So zeigte Schiller seinen Freunden und Bekannten die in Ludwigsburg erfolgte Geburt seines ersten Kindes an.
Fields of Study & Subjects
German Literature and Culture Studies
Biographical and Historical Analysis
History of Science and Medicine
Publication details
- Journal / source
- Schwäbische Heimat
- Volume
- 8
- Issue
- 3
- Pages
- 96–97
- Publication date
- 16 January 2026