Sprache der Tübinger Studenten

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Authors: Ulrich Engel
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Abstract

sprachbildendes Zentrum ersten Ranges.Denn Sprache und Geist sind nie zu trennen, sie stehen in ständiger und intensiver Wechselwirkung.Geistige Sonderstellung bedingt auch eine eigentümliche Sprech- weise, und sprachliche Veränderungen bewirken ihrer- seits geistigen Wandel.überdies ist Tübingen mit seinen besonderen Sprachverhältnissen ein einzigartiger Modellfall für das ganze Land.Auf engstem Raum stehen sich hier eine noch ziemlich unverfälschte Mundart und die deutsche Hochsprache gegenüber.Zwar sind die unmittelbaren sprachlichen Beziehungen zwischen Gogerei und Universität nicht beträchtlich; der soziale Abstand sowie die Abgeschlossenheit der Altstadtbevölkerung verhindern eine nennenswerte Einflußnahme.Hier fungiert indessen das Tübinger Bürgertum, der Mittelstand, Handwerker, Ge- schäftsleute, Beamte, als Zwischenglied.Diese Bevölke- rungsgruppe, zum Teil noch tief im Umkreis der Spital - kirche verwurzelt, dabei sozial und geistig aufgeschlossen und emporstrebend, bildet die notwendige Brücke zwi- schen Wilhelmstraße und Ammergasse.Sie verkörpert, weniger laut als die Studentenschaft, dafür beständiger, das konstitutive Element im Sprachleben der Stadt wie anderswo.Bewegende, treibende, neuernde Kraft sind freilich in erster Linie die Studenten.Wesentliche Aufschlüsse über

Fields of Study & Subjects

Linguistic Variation and Morphology Linguistic and Sociocultural Studies Linguistic research and analysis

Publication details

Journal / source
Schwäbische Heimat
Volume
8
Issue
3
Pages
116–118
Publication date
16 January 2026