färschtliche Chrischtbaamlich

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Authors: Ingaruth Schlauch
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Abstract

Unvergeßlich ist mir jene Vorsetz in Steffensbauern Haus, als der alte Schustersmichel die Geschichte von den Christbäumen erzählte.Wir alle saßen gemütlich in der großen Stube, die Madlich hatten längst ihre Spinnräder auf die Seite gestellt und langten nach den rotbackigen Äpfeln, die die Bäuerin im "Noopf" anbot, den Buben aber hatte der Bauer einen frisch- gebrannten Zwetschgenschnaps eingeschenkt, dabei war ihnen der alte Michel um drei bis vier Gläschen voraus.Und wenns bei ihm soweit war, kam.er ins Plaudern und begann eins von den "Gschichtlich" zu erzählen, von denen er so viele wußte.S'is grod aa Adventszeit gwe, ma Großvatter selich hat die ganz Gschicht selwer mitderlebt.Der alte Färscht hat a große Jachd veroustalt ghot, die hat vier Döäch lang dauert.Die ganz Zeit hats gschosse in dene Wälder, daß gmaant hasch, d'Franzouse kumme.Räh häwes gschosse un Füx un Wildsäu un Hoose hats sou dunndersmäßig viel gewe, daß an die Dierlich grod dauerd häwe, wie's sou aufm Haufe banander gleiche san.Am finfte Dooch is als a gueter Abschluß a groß Festesse im Schloß gwese.Scho mi- doochs hats ougfange und hat bis wait in d'Noocht nei dauert.Ihr kennt aich jo denke, die Färschter un Jäächer häwe alle Händ voll z'done ghot, die aane häwe ufftrooche müsse, Platte iwer Platte, die andere häwe für Wei z'sorche ghat, häwe sich awer bei der Ärwet droughalte, sou daß's selwer net z'korz kumme san, jedenfalls Färschter un Jäächer sann alle im Schloß z'sammetrommelt gwe.Is vorher umgange in dene Wälder, wie wenns wild Heer gwütet häät, jetz wors mucksmaislesstill.A jeds Ästle hat mr knacke häre.

Fields of Study & Subjects

Folklore Mythology and Literature Studies German Literature and Culture Studies European Linguistics and Anthropology

Publication details

Journal / source
Schwäbische Heimat
Volume
8
Issue
6
Pages
201–202
Publication date
12 January 2026