Multimorbidität als Prädiktor für eine stationäre Aufnahme in der klinischen Notfall- und Akutmedizin
Abstract
In der klinischen Notfall- und Akutmedizin wurden in der letzten Dekade überwiegend theoretische Modelle mit monodimensionalen Kriterien für die Indikation zur stationären Aufnahme von Notfallpatienten entwickelt. Ziel der retrospektiven Studie war es, operationalisierbare Kriterien für eine stationäre Behandlungsnotwendigkeit in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) zu definieren. Hierzu wurden die Daten von mehr als 35000 Notfällen der ZNA der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) im Zeitraum Januar 2016 - Mai 2018 mit Hilfe der im Verlauf resultie-renden ICD-10-GM-Diagnosen ausgewertet. Multimorbidität wurde bei Vorliegen von mindestens n = 5 Diagnosen angenommen. Mittels Clusterung erfolgte eine statistische Analyse in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit einer stationären Aufnahme bzw. einer weiteren ambulanten Versorgung. Eine stationäre Aufnahme erfolgte bei 81 % aller Notfälle, davon wurden 55 % (n = 15.652) als Multimorbide klassifiziert. Dieser Anteil lag bei ambulanten Notfällen lediglich bei 1 % (n = 64). Stationäre Fälle waren statistisch hochsignifikant älter als ambulante Fälle (68,7/60,8 J.) (p
Fields of Study & Subjects
Chronic Disease Management Strategies
Emergency and Acute Care Studies
Sepsis Diagnosis and Treatment
Publication details
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Thesis