Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Nachweis von Bacteroides species und Enterococcus faecalis im Blut von traumatologischen Intensivpatienten und der Entstehung einer Sepsis?
Abstract
Unser Mikrobiom besteht aus einer Vielzahl von Bakterien, die als Kommensale unserer Darmflora unserem Organismus nützlich sind. Viele von ihnen sind jedoch Pathogene, sobald sie in unseren Blutkreislauf translozieren. Dies zu verhindern ist Aufgabe der Darmbarriere, welche unter dem Einfluss der brain-gut-axis steht. Ziel dieser Dissertation war es zu untersuchen, ob eine signifikante Assoziation zwischen bakterieller Translokation und Sepsis besteht und ob sich Enterozyten- bzw. tight-junction- Bestandteile als Biomarker für Translokation eignen. Der Translokationsnachweis erfolgte mittels PCR aus Patientenblut zweier exemplarischer Kommensale mit fakultativ pathogenen Eigenschaften: Bacteroides spp. und Enterococcus faecalis. Des Weiteren erfolgte die serielle Bestimmung von iFABP und Claudin 3 als Permeabilitätsmarker der Darmbarriere, der Laborparameter zur Bestimmung des SOFA-Scores zur Diagnostik der Sepsis, sowie der gängigen Parameter der Inflammation, Nierenfunktion und gastrointestinalen Funktion. Zwar konnte bei einigen Patienten eine Translokation nachgewiesen werden, eine Korrelation mit erhöhten Permeabilitätsmarkern konnte jedoch nicht beobachtet werden. Eine im Vergleich leicht erhöhte Translokationsrate bei den septischen Patienten war statistisch nicht signifikant.
Fields of Study & Subjects
Sepsis Diagnosis and Treatment
Gut microbiota and health
Clostridium difficile and Clostridium perfringens research
Publication details
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Thesis