Transthorakale Echokardiografie und 8-Fenster-Lungensonografie bei Patienten mit HFrEF und akuter kardialer Dekompensation unter Rekompensation

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Authors: Ibrahim Iraki
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Abstract

Die Herzinsuffizienz und das kardiorenale Syndrom sind mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden und weltweit eine medizinische Herausforderung. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Identifikation von echokardiografischen bzw. sonografischen Parametern, die auf erhöhte Füllungsdrücke des Herzens und auf eine Kongestion hinweisen und die prädiktive Bedeutung dieser Marker bewerten. Klinische, laborchemische, echokardiografische und lungensonografische Parameter wurden im Zustand der akuten kardialen Dekompensation (Aufnahme in die Klinik) und nach der therapeutischen Intervention im Zustand der Rekompensation (Entlassung aus der Klinik) erhoben. Nach Rekompensation zeigte sich in den Laboranalysen eine signifikante Abnahme von NT-proBNP und eGFR, konsistent mit dem durch Diuretika induzierten Volumenentzug. Außerdem kam es zu einer signifikanten Reduktion der Albuminurie als Surrogatmarker für eine Verbesserung der renalen Mikrozirkulation und eine Abnahme des intraglomerulären Drucks. Auch zentralvolumetrische Parameter (Durchmesser der IVC, ZVD), rechtskardiale dimensionale Parameter (RVED, RAA, RAAI) sowie die Anzahl der B-Linien in der 8-Fenster-LUS zeigten nach der dekongestiven Therapie signifikante Veränderungen. Funktionelle Parameter verbesserten sich nicht signifikant während des im Median 12 Tage andauernden Krankenhausaufenthalts. Volumetrische und dimensionale Parameter eignen sich demnach besser als funktionelle Parameter zur Erfassung akuter Volumenverschiebungen und zur Überwachung der Dekongestionstherapie im stationären Setting. Darüber hinaus legen die Daten eine funktionelle Interaktion zwischen rechtem und linkem Ventrikel im Sinne einer interventrikulären Interdependenz nahe. Trotz der erzielten Erkenntnisse bleiben zentrale Fragen offen. Unklar ist, welche volumetrischen und dimensionellen Parameter langfristig ambulant die Prognose bei Herzinsuffizienz am zuverlässigsten prädizieren, wie schnell und umfassend sie sich nach erneuten Dekompensationen verändern und ob sie Rezidive vorhersagen können. Auch mögliche Unterschiede zwischen Subgruppen (HFrEF vs. HFpEF) sowie die Korrelation mit patientenzentrierten Endpunkten wie Lebensqualität, Symptombelastung und Hospitalisierung bedürfen weiterer Klärung. Zukünftige multizentrische Studien mit längeren Beobachtungszeiten, Kontrollgruppen und Nutzung künstlicher Intelligenz könnten objektive, prädiktive Modelle ermöglichen und so die Risikostratifizierung und Therapiesteuerung verbessern.

Fields of Study & Subjects

Heart Failure Treatment and Management Ultrasound in Clinical Applications Cardiovascular Function and Risk Factors

Publication details

Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis