Homeoffice als Ressource für pflegende Angehörige? Geschlechterunterschiede vor, während und nach der Pandemie

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Authors: Nadiya Kelle, Lisa J. Klasen, Mareike Bünning, Oliver Huxhold
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Abstract

Diese Studie untersucht, ob die zunehmende Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice im Verlauf der Covid-19-Pandemie eine Ressource für pflegende Frauen und Männer darstellte. Für pflegende Angehörige bot sie potenzielle Vorteile wie mehr Autonomie bei der Arbeitszeitgestaltung, was das Wohlbefinden fördern könnte. Gleichzeitig könnten jedoch verschwimmende Grenzen zwischen Erwerbs- und Familienarbeit die individuelle Belastung erhöhen. Mit Fokus auf Geschlechterungleichheiten wird analysiert, ob Pflegende das Homeoffice in besonderem Maße nutzen konnten und wie dies mit ihrer Lebenszufriedenheit, Einsamkeit und Pflegebelastung zusammenhängt. Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) zu drei Erhebungszeitpunkten – Mitte März 2020 (präpandemisch, retrospektiv), Sommer 2020 (Pandemie) und Winter 2023/24 (postpandemisch) – zeigen, dass Pflegende nicht häufiger oder umfangreicher von zu Hause arbeiteten als Nicht-Pflegende. Pflegende Frauen im Homeoffice wiesen jedoch während der Pandemie eine höhere Lebenszufriedenheit und geringere Einsamkeit und nach der Pandemie eine geringere Pflegebelastung auf als jene, die vor Ort arbeiteten. Die Ergebnisse unterstreichen somit das Potenzial von Homeoffice zur Unterstützung pflegender Angehöriger.

Fields of Study & Subjects

Work-Family Balance Challenges Intergenerational Family Dynamics and Caregiving Nursing care and research

Publication details

Journal / source
WSI-Mitteilungen
Volume
79
Issue
1
Pages
23–32
Publication date
1 January 2026