Bleiben, gehen oder weniger arbeiten? Arbeitsqualität und berufliche Veränderungswünsche in Sozial- und Gesundheitsberufen

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Authors: Anja Hall, Ana Santiago-Vela
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Abstract

Die Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen ist angesichts der Fachkräfteengpässe in diesen systemrelevanten Bereichen ein zentrales Thema, das durch die Covid-19-Pandemie verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Dieser Beitrag untersucht auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen für die Jahre 2018 und 2024 die Entwicklung der Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen und anderen Berufen. Zudem werden die Auswirkungen unbesetzter Stellen im Arbeitsumfeld auf die Berufswechselabsicht und den Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung analysiert, sowie die Rolle von Arbeitsqualitätsmerkmalen in diesem Zusammenhang betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen nach der Covid-19-Pandemie kaum verändert hat, während sie sich in anderen Berufen in vielen Bereichen verbesserte. Sozial- und Gesundheitsberufe zeichnen sich weiterhin durch hohe Anforderungen und eingeschränkte Autonomie sowie geringere Zufriedenheit mit dem Einkommen aus, zugleich jedoch auch durch höhere Zufriedenheit mit den Lernmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Unbesetzte Stellen werden in Sozial- und Gesundheitsberufen häufiger nicht besetzt, was die Wahrscheinlichkeit für eine Arbeitszeitverkürzung erhöht. Dies wiederum verschärft das Problem des Fachkräftemangels.

Fields of Study & Subjects

Social and Demographic Issues in Germany Employment Labor and Gender Studies Job Satisfaction and Organizational Behavior

Publication details

Journal / source
WSI-Mitteilungen
Volume
79
Issue
1
Pages
53–61
Publication date
1 January 2026