Kunstgeschichte als Geschenk

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Authors: Joseph Imorde, Mirja Beck, Franziska Lampe
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Abstract

Die Popularisierung der Kunstgeschichte hat im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert – so die These des Buches – mit der Aufbereitung ihrer Inhalte zu Geschenkzwecken zu tun. Das hat weitreichende Implikationen: So lässt sich die konventionalisierte Betrachtung von Kunstwerken besonders gut an der Herstellung und Verbreitung bebilderter Kalender nachvollziehen, deren merkantiler Erfolg bis zum heutigen Tag anhält. Sie findet sich aber auch auf dem florierenden Markt für Kunstbücher aller Art, auf dem die stark bebilderte Ausgabe die höchste Auflage erzielt. Heute kauft man kunsthistorische Gaben in den vielen Museumsshops. Dort lassen sich auch Materialien und Anleitungen zur Produktion von Kunst erstehen. Die berühmtesten Künstler*innen und ihre Werke schmücken Tassen, Schals, Puzzles, Postkarten und Kühlschrankmagneten, die als Souvenir, Mitbringsel, Aufmerksamkeit erstanden werden können. Auch wenn sich die Gegenstandspalette stark erweitert hat, bleibt doch unabweislich, dass sich die Motive beim Erwerb und Verschenken von kunsthistorischen Inhalten seit dem 19. Jahrhundert wenig verändert haben. Auch heute dient das kunsthistorische Geschenk noch als Aus- und Nachweis von Bildung und Kulturhöhe.

Fields of Study & Subjects

Visual Culture and Art Theory Libraries and Information Services Historical Art and Architecture Studies

Publication details

Journal / source
VDG, Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften eBooks
Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Book