Aus einem Briefwechsel mit Karl Siegfried Bader
Abstract
Karl Siegfried Bader war einer der angesehensten Rechts- und Landeshistoriker des deutschen Sprachraums im 20. Jahrhundert. Geboren am 27. August 1905 in Waldau (heute Stadtteil von Titisee-Neustadt) als Sohn des Hauptlehrers Karl Bader und dessen Ehefrau Rosa geb. Baur wuchs er auf in Gutmadingen (heute Stadtteil von Geisingen), besuchte das Gymnasium in Donaueschingen, studierte Rechtswissenschaft in Tübingen, Wien, Heidelberg und Freiburg. 1927 bestand er das erste, 1930 das zweite juristische Staatsexamen. Im Jahre 1928 war er an der Universität Freiburg zum Dr. jur. promoviert worden. Von 1930-33 amtierte er als Gerichtsassessor im badischen Justizdienst. Bald nach Beginn des NS-Regimes musste Bader im Herbst 1933 aus politischen Gründen aus dem Staatsdienst ausscheiden. Er ließ sich in Freiburg als Rechtsanwalt nieder, daneben wirkte er seit November 1937 als Leiter des Fürstlich Fürstenbergischen Archivs in Donaueschingen. Von seinen frühen rechtshistorischen Neigungen zeugt die Heftreihe Rechtswahrzeichen, die er von 1939 an herausgab, bis sie kriegsbedingt eingestellt werden musste. In seinem Anwaltsberuf hat Bader immer wieder bedrängte Juden und politisch Verfolgte beraten und verteidigt. In einem Falle des Vorwurfs von Landesverrat wurde er gar zum Pflichtverteidiger vor dem Volksgerichtshof bestellt.
Fields of Study & Subjects
Historical Legal Studies and Society
Biographical and Historical Analysis
German legal
social
and political studies
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE