Mythos Heidelberg und der aufkommende Nationalsozialismus in "Der Kranz der Engel" von Gertrud von le Fort
Abstract
"Wir waren jetzt schon so weit zur Höhe emporgestiegen, daß der Blick frei wurde. Da lag die Altstadt zu unseren Füßen lieblich ins Tal geschmiegt wie ein in die Wiege gebettetes Kind. Die blauen Dächer bedeckten die Häuser, wie Schwalbenflügel ihre Nester hüten [...] Alles schien hier wie mit allem einig: Das hochgewölbte Dach der Alma Mater und das kleinste Haus waren einander zugeordnet, sanft aufeinander abgestimmt durch den geschwisterlichen Kuß der Farben. Selbst der architektonisch unschöne Bau der Bibliothek störte nicht, weil er durch die Blüte seines Steins in den allgemeinen Zusammenklang einstimmte, sich ihm unterordnend wie die Einzeldinge auf den Bildern großer Meister der Vergangenheit." Aus diesem Zitat ihres Romans "Der Kranz der Engel" spricht Gertrud von le Forts Begeisterung für Heidelberg, ihr Interesse an der Architektur und der landschaftlichen Umgebung der Stadt. Hier studierte die Dichterin von 1908 bis 1914. Diese Jahre waren prägend für ihr Leben und ihr Werk.
Fields of Study & Subjects
German Literature and Culture Studies
German legal
social
and political studies
Literature and Culture Studies
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE