Die Geschichte des Heidelberger Hafens in Bergheim
Abstract
Wer heute am Neckar zwischen dem Wehrsteg und der Ernst-Walz-Brücke spazieren geht, kann sich kaum vorstellen, dass vor rund 50 Jahren noch Kräne und Kohlenberge das Bild des Neckarufers in diesem Abschnitt prägten. Mit dem Bau der Staustufe Wieblingen im Zuge der Kanalisierung des Neckars und seines Ausbaus zur Großschifffahrtsstraße entstand 1925 unterhalb der Ernst-Walz-Brücke (damals: Hindenburgbrücke) durch Aufschüttungen am ehemaligen Mühlkanal ein Gelände, das erst zur Anlegestelle und dann zum Hafen ausgebaut wurde. Das neu entstandene Gelände war als Anlegeplatz gut geeignet: Das Ufer lag außerhalb der Schifffahrtsrinne und hatte durch das neue Stauwehr einen nahezu konstanten Wasserpegelstand. Von 1928 bis zum Zweiten Weltkrieg wurde es nur im westlichen Teil von der Mannheimer Kies- und Baustoff-Firma Weber & Co. für den Umschlag von Sand und Kies genutzt, ab September 1934 war dort ein Dampfdrehkran in Betrieb. In den 1930er-Jahren gab es durch ambitionierte zivile und militärische Bauprojekte reichlich Bedarf an Baumaterial, so für die Reichsautobahn Heidelberg-Mannheim oder den Kasernenbau in Heidelberg. Sogar für den Bau des "Westwalls" wurde in Bergheim Material umgeschlagen.
Fields of Study & Subjects
Maritime Ports and Logistics
Urbanism
Landscape
and Tourism Studies
Historical and Environmental Studies
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE