Zum 90. Geburtstag des Heidelberger Malers Rainer Motz, genannt Munke

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Authors: Hans-Jürgen Kotzur
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Abstract

In Heidelberg, namentlich in Rohrbach, kannte ihn seinerzeit fast jeder. Sein Auftreten glich dem eines Paradiesvogels, den man so schnell nicht vergisst. Am 19. August 2024 würde Munke 90 Jahre alt werden. Geboren in der Heidelberger Grabengasse, in der Heiliggeistkirche getauft, verbrachte er sein weiteres Leben im elterlichen Anwesen in Rohrbach, wo er sich 1960 in einem ehemaligen Stallgebäude ein Atelier einrichtete und auch dort wohnte. Über seine Schulbildung und seinen künstlerischen Werdegang gibt die einschlägige Literatur Auskunft. Sein künstlerisches Schaffen basierte auf einer Munke eigenen Fantasie, die er als Maler in Öl oder Acryl ambitioniert auf die jeweiligen Bildträger projizierte, frei von jeglichen intellektuellen Attitüden. Es entstanden Arbeiten, die sich um die damals aktuellen Stilrichtungen wenig kümmerten, sie geradezu negierten und einer schon vergessen geglaubten Poesie huldigten. Trotz Ablehnung und Spott seitens der Heidelberger Kunstkritik blieb er sich und seinen als exzentrisch empfundenen Vorstellungen bis zu seinem Tod 1990 treu. Seine Bilder stießen vor allem in Sammlerkreisen auf beachtliche Resonanz. Der Künstler hinterließ ein umfangreiches, einheitliches Werk, das eindrucksvoll eine "eigene Handschrift" erkennen lässt und das man aus heutiger Sicht als "neoromantisch" charakterisieren könnte.

Fields of Study & Subjects

Art Politics and Modernism Biographical and Historical Analysis Aesthetics and Perception

Publication details

Journal / source
RegionaliaOpen
Publication date
1 January 2026
Language
DE