Ein Schwabe in Schlesien vor 400 Jahren
Abstract
In der neuen Geschichte der Stadt Radolfzell, die der Freiburger Archivdirektor Dr. Peter Albert 1892 auf Grund umfassender Quellen- und Literaturkenntnis an Stelle der alten Walchnerschen Stadtgeschichte (1825 bzw. 1837) herausgegeben hat, lesen wir im Zusammenhang mit der Geschichte des Schul- und Bildungswesens eine Liste hervorragender Männer der kleinen Reichsstadt. Vergeblich suchen wir in der nicht gerade "stattlichen Anzahl angesehener Träger der Bildung, deren späteres Leben offenkundige Früchte - des im Knabenalter durch Lehrer gestreuten - Samens gezeitigt", nach dem Namen eines Radolfzellers, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Rom und Prag, in Breslau und Krakau einen guten Klang hatte, Paul Albert. Von den Besuchern der Universität Freiburg, deren Liste P. Albert aufführt, sind nicht weniger als 123 Söhne der kleinen Stadt am Bodensee in den ersten anderthalb Jahrhunderten ihres Bestehens (1400 — 1629), aber außer Markus Tegginger hat es keiner dieser Akademiker zu einer ähnlichen, wissenschaftlichen oder (und) kirchlichen Stellung gebracht wie der in der heimischen Literatur ganz übersehene Radolfzeller Bürgerssohn Paul Albert.
Fields of Study & Subjects
Biographical and Historical Analysis
Historical Education Studies Worldwide
Reformation and Early Modern Christianity
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE