Die Diözesangrenze zwischen den Bistümern Speyer und Straßburg westlich des Rheins im Mittelalter

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Authors: Ludwig Anton Doll
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Abstract

Als Johann Jacob Geissel, Domkapitular in Speyer, dem Schematismus des Bistums Speyer 1832 die Abhandlung "Der Kirchsprengel des alten Bisthums Speyer" beigab, bestand dieses alte Bistum seit elf Jahren nicht mehr. Die alten Grenzen dürften dem 1796 geborenen Geissel vielleicht noch gegenwärtig gewesen sein, als er 1832 schrieb: "Das Bisthum Speyer lagerte sich durch den südlichen Theil des Herzogthums [des rheinischen Francien], und stieg, mit dessen südlichen Gränzen gleich und fortlaufend, an das Herzogthum Allemanien, und an die in Letzterm errichteten allemannischen Bisthümer Straßburg und Constanz .. Gegen Abend lehnte es sich theils an das Herzogthum Lotharingen und das Bisthum Metz, theils an Allemannien und das Bisthum Straßburg. Die ursprünglichen westlichen, südlichen und östlichen Hauptgränzen des Herzogthums bildeten daher mit ihren Flüssen, Bächen, Bergen und Schneeschmelzen zugleich auch die Gränzen des Speyrer Bisthums ... Bei Vaihingen sprang die Gränze auf das linke Neckarufer zurück, und stieg bis zur Quelle der Glems, wo sie ... oberhalb Deinach und Zavelstein über die Nagold setzend, bis zur Quelle der Enz fortlief, und sodann weiter an der Südgränze des Uffgaues, jenseits Gaisbach und Schloß Eberstein die Murg überspringend, an Bühl vorbei, bis zum Ursprung der Os sich erstreckte, und von da längs dieses Baches, an Baden, Kuppenheim und Rastadt vorüber, zum Rheine herabstieg. Oberhalb Rastadt durchschnitt die Gränze den Rhein, und lief, bei Selz das linke Ufer betretend, in westlicher Richtung, auf der mitternächtlichen Seite des, zum Bisthums Straßburg gehörigen, elsässischen Nordgaues und des heiligen Fortes, auch der Hettgau genannt, längs der Selz, oder der Motra (wie sie im Mittelalter hieß) oberhalb und Bühl, Rödern und Schönburg bis Keffenach, und folgte so der südlichen Begränzung des Speyergaues. Von hier wendete sie sich nordwestlich über Wingen, Schönau und Fischbach, und lief sodann hinter Dahn, an der Scheide des Bliesgaues und der Metzer Diöcese ... nordwärts ..." Franz Xaver Remling hat in seiner Geschichte der Bischöfe zu Speyer diese Grenzbeschreibung Geissels übernommen.

Fields of Study & Subjects

Medieval Literature and History Medieval Architecture and Archaeology Medieval European History and Architecture

Publication details

Journal / source
RegionaliaOpen
Publication date
1 January 2026
Language
DE